Richard Bargel in Bestform

Blues-Chansonnier begeistert live und auf Platte

Bargel in Brühl (Stephan Wolf)

Bargel in Brühl (Stephan Wolf)

„Der Bandname ist nicht zufällig gewählt. In der Langsamkeit liegt die wahre, die spürbare Wucht. Schnellere Nummern sind für die Erzeugung vielschichtiger Wirkungen vergleichsweise weniger geeignet. Ich würde schon gerne den Fokus auf die ruhigen, brodelnden Stücke legen, doch die Dramaturgie muss stimmen, allzu viele Schwerkaliber möchte ich meinem Publikum dann auch nicht zumuten.“ Dass er sein Publikum überwiegend in bequem bestuhlten Sälen auffindet, stört Richard Bargel nicht, im Gegenteil: „Ich brauche nicht unbedingt die biergetränkte Stimmung von Jazz-Kellern. Und ein eher ruhiges Publikum zeichnet sich durch sehr aufmerksames Zuhören aus. Mich irritiert es nur, wenn ich keine Gesichter erkennen kann.“ Und so bittet er nach der Pause darum, den Saal ein wenig mehr zu erhellen.

Erhellend ist auch Richard Bargels Kommentar zur Altersstruktur seiner Zuhörer. „Sicher spricht meine Musik, wenn nicht gar der Blues an sich, ein eher gesetzteres Publikum an. Aber das bedeutet nicht, dass sich die Szene über Nachwuchsmangel beklagen müsste.“ Und so berichtet er von einem noch sehr jungen Gitarristen („dem ich nichts mehr beibringen kann“), der im Laufe des Jahres den fabelhaften (dann aber anderweitig verpflichteten) Roger Schaffrath auf der Tour ersetzen wird. Was für eine Ehre, dann gemeinsam mit der personifizierten guten Laune am Kontrabass – Paul G. Ulrich – und Geert Roelofs aufspielen zu dürfen, der auch in Brühl mit traumwandlerisch präzise bedienten Drums zu brillieren weiß.

Beseelt, begeisternd und berührend – das ist Richard Bargel anno 2014, das sind Dead Slow Stampede! Und so ergeht an diesem Abend im Geiste ein Gruß an den frisch gekürten Grammy-Award-Träger Charlie Musselwhite, der an den Aufnahmen zu „It’s Crap“ beteiligt war – und an jene ominöse Erscheinung im Video-Clip (www.richardbargel.de) zum Titeltrack, die es alsbald auch auf youtube mit wohligem Schaudern zu entdecken gilt.

Danke, Richard Bargel, für das freundliche Gespräch mit amusio.
Bitte – nicht die Tour verpassen (wird ergänzt und fortgesetzt)!

13.02.2014 Pulheim, Kultur- und Medienzentrum
14.02.2014 Wuppertal, Bürgerbahnhof
27.02.2014 Hamburg, Cotton Club
28.02.2014 Lübeck, Rider’s Café
01.03.2014 Husum, Speicher
12.03.2014 Kassel, Theaterstübchen
13.03.2014 Gifhorn, Kulturbahnhof
14.03.2014 Berlin, Chesters Live Music Inn
15.03.2014 Brandenburg, Fontane Club
27.03.2014 Karlsruhe, Jubez
28.03.2014 Lahr, Blue Note
29.03.2014 Weil am Rhein, Altes Rathaus
03.04.2014 Bonn, Pantheon
04.04.2014 Dortmund, Piano
06.04.2014 Leverkusen, Scala
25.04.2014 Freiburg, Wodan Halle
26.04.2014 Meidelstetten, Adler
27.04.2014 Rödermark, Theater & Nedelmann (solo)

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