Deutschland-Tour ab 25. März

Lukas Batteau: Wasteland

In seiner niederländischen Zweitheimat wurde sein Debütalbum „Wasteland“ (Popup / Believe) schon als Meilenstein mit goldenem Rand gefeiert, jetzt begibt sich der hochtalentierte Songwriter Lukas Batteau auf Deutschland-Tournee. Die Güte des Albums verspricht auch für die Bühne die große Lust an teilweise nachdenklich-introvertierten, doch immer hochmelodischen Liedern, die mit einer großen Portion offensiver Rock- und Grunge-Energie dargeboten werden. Dass Lukas Batteau kein Greenhorn ist, beweist der niederländisch-US amerikanische Musiker auf “Wasteland” ebenso wie ein ausgezeichnetes Händchen für die passenden Mitstreiter.

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Lukas Batteau: Wasteland (Popup / Believe)

Lukas Batteau: Wasteland (Popup / Believe)

So veredelt etwa das Red Limo String Quartet den opulentesten Song des Albums, „The Storm”, dem Batteau sogar Prelude und Reprise spendiert hat. Weitere etablierte Kräfte wie Yori Olijslagers, Frank Wienk und Niels Broos (die gleichfalls dem Kyteman-Orchestra-Umfeld entstammen) sowie Produzent Steve Savage tragen zum Rundumschlag des Gelingens bei (Savage, der Mann aus Nashville, ist dieser Tage auch in Deutschland unterwegs).

Neben seinen Melodien mit teilweise unwiderstehlichem Ohrwurmcharakter („Wasteland“ mit frechem Lalala, „Goodbye“) stiehlt sich besonders nachhaltig Lukas Batteaus soulig angehauchte Stimme ins Langzeitgedächtnis. Sie erinnert an John Frusciante in Schönwetterlaune („To Record Water Only For Ten Days“), an Gary Brooker (Procul Harum), stärker noch an Michael Been (The Call, „On The Verge Of A Nervous Breakthrough“), der 2010 während (!) eines Konzerts seines Sohnes Robert Levon (Black Rebel Motorcycle Club) einer Herzattacke erlag, dies nur zur Erinnerung an einen großen Songwriter (und Sänger), zu dem auch Lukas Batteau das Zeug hat.

Steht auf, singt und spielt: Lukas Batteau (Popup)

Steht auf, singt und spielt: Lukas Batteau (Popup)

Wenn Lukas Batteau Bands wie Pearl Jam oder Smasing Pumpkins als persönliche Referenzen ins Spiel bringt, so verwundert dies beim vorliegenden Ergebnis kaum. Denn seine Songs besitzen eine methodisch zupackende Beseeltheit, die deutlicher von Rock und Grunge beeinflusst zu sein scheint, als von den einschlägigen Vertretern der Singer/Songwriter-Gilde. Insgesamt noch ausbaufähig (wäre ja auch schade, wenn sich Lukas Batteau nicht noch weiter entwickeln könnte), lädt das Album zu einem entspannten Feierabend ein. Live dürfte es deutlich anregender zugehen:

25. März, Mainz (Kulturclub Schon Schön)
28. März, Zürich (Bar Rossi)
29. März, Stuttgart (Café Galao)
03. April, Berlin (Duncker)
04. April, Chemnitz (Aaltra)
05. April, Berlin (Kaffee Burger)
06. April, Ulm (Cat Ulm)
10. April, RossStall (Gern / Eggernfelde)
11. April, Hamburg (Nachtspeicher)
12. April, Fürstenwalde (Parkclub)

“Wasteland”, Akustik-Version mit Steve Savage:
youtube.com/watch?v=0Iuoo1kn2e8

“Cannonball”:
youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=QxJWyL9wFuw

lukasbatteau.com

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