Dirk Raulf mit Orchester unterwegs

Eine Stunde Zeitlosigkeit. Flussabwärts.

Ab heute wird Dirk Raulf (Deep Schrott) mit einem fürwahr einzigartigen Projekt in die Geschichtsbücher der Musik eingehen. Als Orchester „getarnt“ werden er und seine illustren Mitstreiter eine bewegende Meditation über Sinn und Zweck von Zeit darbieten, über die noch zu sprechen sein wird. Zur Ankündigung sei der umtriebige Musikkünstler, einem direkten Energiedurchsatz geschuldet, zitiert. (Die voneiander abweichenden Schriften und Schnitte sind beabsichtigt.)

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About time: Dirk Raulf & Orchester (dirk-raulf-orchestra.de)

About time: Dirk Raulf & Orchester (dirk-raulf-orchestra.de)

„Ein ganz besonderes Ereignis (jedenfalls für mich!) kündigt sich an: Zum dritten Mal nach meinem Friedrich-Hollaender-Projekt mit Dagmar Krause 1996 und der “Big NOX Band” 2008 habe ich für eine größere Besetzung geschrieben, und wieder geht es um Songs innerhalb einer größeren kompositorischen Struktur. Als Auftragsarbeit der Marienthaler Festspiele wurde “60 Minuten. Flussabwärts” im August 2013 uraufgeführt.

 

Wer nichts Näheres über das Projekt erfahren möchte, überspringe bitte gern die nächsten Zeilen und informiere sich unten direkt über die Besetzung und die Termine. 

 

 “60 Minuten. Flussabwärts” ist ein exakt 60minütiges Stück, das sich verschiedenen musikalischen und nicht-musikalischen Themen und Motiven widmet. Das vorrangige Thema ist der Umgang mit musikalischer Zeit: 60 Minuten, 3600 Sekunden, vom Computer vorgegeben und exakt gespiegelt auf dem eigens produzierten Video (Frank Schulte), ausgehend vom Ruhepuls, der 60 Schläge pro Minute, also einen Sekundentakt vorgibt und im Laufe der Stunde vielfach variiert, umspielt, uminterpretiert, aber nie ganz verlassen wird. So theoretisch das alles anmutet, so überraschend sinnlich klingt es. Eine Einladung, mit dem großformatigen, vielgestaltigen Stück aus der (profanen) Zeit zu fallen, sich einzulassen auf die musikalischen Motive, die wie Spiralen in- und übereinander gearbeitet sind, auf die Musik- und Textzitate, auf die Songs von Randy Newman, Nick Cave, Brian Eno, Frank Schubert, Tom Waits oder Damien Rice, die ich bearbeitet und in den musikalischen Fluss integriert habe.

Damit sind wir bei dem nicht-musikalischen Thema der Komposition: Sie ist den Flüssen gewidmet und setzt meine langjährige Auseinandersetzung mit der Wasserthematik fort, zu der auch mein Theaterabend “Undine” am Staatstheater Kassel, die seit 2003 andauernde Arbeit an der Lichtpromenade Lippstadt, die Musik für die geplante DVD “Last Ship Home” oder auch meine aktuelle Solo-CD “Writ in Water” zählen. Im Sinne einer musikalischen und thematischen Flussreise stellen die Tempo-Variationen auch unterschiedliche Zustände des Fließens, Schäumens, Gleitens dar, man kann sich Katarakte vorstellen, man fährt an imaginären Uferpartien und Landschaften vorbei. Das (ebenfalls exakt 60minütige) Video-Triptychon ist an Rhein, Lippe und Issel gedreht, einem Strom, einem Fluss und einem Bach also, das musikalische Geschehen spiegelnd und begleitend.

Die Berliner Sängerin und Schauspielerin Meret Becker singt, spricht und spielt singende Säge, Glockenspiel und mehr. Deep Schrott übernimmt die Funktion der Bläser-Section, in diesem Fall nicht nur als Bass-Saxophon-Quartett, sondern mit allen verfügbaren Instrumenten von Kontrabassklarinette über Bassflöte, Tenor-, Alt- und Sopransax und Klarinette bis hin zu Piccoloflöte und Toy Piano. Dazu Frank Schulte, Elektronik und Video, Thorsten Drücker und Tobias Hoffmann, Gitarre, sowie Dirk-Peter Kölsch, Schlagzeug. Eine illustre Runde also, die vom 6. bis 11. Mai in sechs Städten gastiert und außerdem eine WDR-Produktion und ein Album aufnimmt.

Mehr erfährt man unter www.dirk-raulf-orchestra.de

Ausschnitte aus der letztjährigen Voraufführung, die in Haus Waldfrieden an der Mosel stattfand, findet man seit wenigen Tagen auf youtube:

http://youtu.be/cWnWYGtSAf4
http://youtu.be/HExRgbjpiAE
http://youtu.be/qXyvYJR67SU
http://youtu.be/XJmUAvr2DJ0

Es ist ein unglaublicher, ungewöhnlicher, selbst für mich aufwendiger Abend, der so schnell nicht wieder aufgeführt werden kann und wird. Ich bitte Euch und Sie also alle herzlich, der Einladung Folge zu leisten und das Ereignis so vielen Interessierten wie möglich weiterzuleiten – es lohnt sich.

Vor dem 60 minütigen Hauptwerk wird übrigens Deep Schrott mit einem eigenen Set jeden der Abende eröffnen. Man kommt recht eigentlich also in den Genuss eines

 

Ich freue mich auf Sie und Euch!

 Mit herzlichen Grüßen“


Soweit Dirk Raulf. Herzlichen Dank.

 

DIRK RAULF ORCHESTRA

featuring

MERET BECKER & DEEP SCHROTT

 

Tour Mai 2014

 

6. Mai Bonn, Landesmuseum

7. Mai Duisburg, Grammatikoff

8. Mai Köln, Kulturkirche

9. Mai Bergneustadt, Krawinkelsaal

10. Mai Essen, Zeche Carl

11. Mai Kassel, Theaterstübchen

 

www.dirk-raulf-orchestra.de

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