A Pale Moon durchmessen Tiefen

Dunkle Wasser gehen tiefer

Mit dem sagenhaften „Baikal“ startet der bisher schändlich unterschätzte Longplayer „A Pale Moon“ (Danse Macabre / Alive) des ehemaligen Soul In Isolation Frontmannes Dave Scrag. Und nimmt damit Fahrt auf, die Fahrt auf eine Reise, welche mit all dem aufwartet, was Freunde des Dark Wave Postkarten in die Heimat schreiben und schicken lässt. Ein rundum gelungenes Album, das mehr Ecken, Kanten und angenehme Ungereimtheiten aufweist, als gemeinhin zu vermuten wäre. Im Sinne des Albums, Kompliment auch und zum wiederholten Mal an Bruno Kramm, der mit seinen Label-Signings ein ausgesprochen feines Näschen an den Tag und, mehr noch, die Nacht legt.

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Nur nicht fallen: A Pale Moon (Danse Macabre / Alive)

Nur nicht runterfallen: A Pale Moon (Danse Macabre / Alive)

Bittersüße Traumlandschaften bereisen A Pale Moon aus Überzeugung. Kommt doch bittersüß jener Geschmacksrichtung, die dem Leben, so wie es sich darstellt, doch am nächsten. Also ergehen sich Dave Scrag und Konsorten nicht in irrealem Sacharin, sondern in dem Beigeschmack des Verderbens, der Fäulnis, der kontinuierlichen Trauer um jene Vergänglichkeit, über die dereinst auch der „Pale Moon“ scheinen wird.

Das kontrapunktisch wirksame „Mistaken“, das unwiderstehlich treibende „Lonely Silver Rain“, das sarkastisch intonierte „Melancholy Man“ und total (abzüglich des hervorragenden, an Anywhen, „The Opiates“ gemahnenden Opener „Baikal“) acht weitere Tracks bilden ein Album, das es nicht zu missen gilt. Warum? Darum! Wer nicht will, der hat schon: „Ordo Lunae Et Terrae“, mehr Airplay bitte! Auf die nächste Mondphase und den lunar bedingten Irrsinn, der so großartige Platten wie „Dark Waters“ vermutlich erst ermöglicht.

Video zu „Mistaken“:
youtube.com/watch?v=LGbXo4_ke4E

dansemacabre.de

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