WGT Nachlese - Teil Eins

More Than A Party

Ausdruck der Persönlichkeit (Stephan Wolf)

Ausdruck der Persönlichkeit (Stephan Wolf)

Denn: Das WGT als Kristallisationspunkt einer weltweit populären Szene ist keine Leistungsshow des Körperkults. Nein, es geht nicht darum, wer am „besten“ ausschaut. Sondern es wird ein Kult um das Ausleben der eigenen Persönlichkeit zelebriert. So wie man ist oder sich gerne sehen will oder wahrgenommen werden möchte.

In diesem Zusammenhang mag eine Feststellung bezeichnend sein: Das Standard-Outfit des Gros bestand, natürlich und gerade bei den gegebenen Temperaturen, in Shorts und Band-Shirt. Und, als ob sich Tausende untereinander abgesprochen hätten: Es gab unter den Huldigungs-Shirts keinen einzigen Doppler! Alles, was in den unterschiedlichsten Ausprägungen der Szene jemals von Bedeutung war oder ist, wurde aufgetragen.

Allein die Variabilität der Shirt-Motive verrät viel über die uneingeschränkte Vielfalt einer Szene, der allzu gerne Konformismus und Borniertheit zum Vorwurf gemacht wird. Natürlich nur von Außenstehenden. Aber – wer ist da schon „außenstehend“? Die „normalen“ Leipziger Bürger erwiesen sich erneut als hilfsbereite, höfliche und stets auch interessierte Gastgeber. Berührungsängste oder Vorbehalte bestehen weder nach „innen“ noch nach „außen“.

So geht es auch (Stephan Wolf)

So geht es auch (Stephan Wolf)

Leipzig erwies sich erneut als geeigneter Schauplatz eines weltweit einzigartigen Festivals. Das durchweg schöne Wetter mit schweißtreibenden Temperaturen (was das Auftragen von Masken, Kluft und Kleid zu einer Frage der Haltung machte) hatten die Leipziger sicher extra bestellt, schließlich bedeutet mehr Durst unterm Strich auch mehr Umsatz. Dieser sei ihnen vergönnt, schließlich will doch niemand Wein predigen und Wasser saufen. Was für ein Fest! Fortsetzung folgt, so oder so.

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