WGT Nachlese - Teil Vier

„Durchweg positiv“

Cornelius Brach ist der Pressesprecher des Wave Gotik Treffens zu Leipzig. Zum Abschluss unserer Reihe zum WGT 14 gilt es nun, ein Gesprächsprotokoll mit ihm als Rede- und Antwortsteher zu publizieren. Viel Vergnügen, Einsicht und Vorfreude auf das nächste Mal wünscht die Redaktion.

Administriere bereits ab €0,- Deine Musikschule!

Weiß viel zu berichten: Cornelius Brach (Cornlius Brach)

Weiß viel zu berichten: Cornelius Brach (Cornlius Brach)

amusio: „Wie fällt Dein persönliches Fazit zum diesjährigen WGT aus?“

Cornelius Brach: „Durchweg positiv. Bis auf Marginalien hat alles nahezu perfekt funktioniert. Es gab kaum organisatorische Probleme und die Grundstimmung war rundum entspannt.“

amusio: „Zahlen bitte.“

Cornelius Brach: „Mittlerweile hat sich das WGT auf 20.000 Besucher eingependelt, dieses Jahr waren es wohl noch an die tausend mehr. Hinzu kamen die gut 10.000 Gäste im Heidnischen Dorf, jenem Teil unseres Events, das wir bewusst allen Interessierten offen halten.“

amusio: „Und die Abstrahleffekte hinsichtlich der Presse und so weiter, ergaben sich diese auch im Sinne der Veranstalter?“

Cornelius Brach: „Insbesondere mit der Lokalpresse haben wir es schon immer gut gehalten. Das WGT ist halt auch für vermeintlich Außenstehende zumindest von immensem optischen Reiz. Doch diesmal schlägt im Ergebnis ein kundig gemachtes Feature vom MDR und ein aufwändig produziertes Special vom WDR-Rockpalast zu buche. Die früheren Vorbehalte gegenüber der Gotikszene scheinen sich längst aufgelöst zu haben. Wir werden als Kulturträger wahrgenommen, sowohl seitens der Aktiven als auch seitens der Zuschauer. Und die Stadt Leipzig hat längst verstanden, dass sie als Austragungsort nur profitiert, indem sie sich profiliert.“

Die kenne ich doch alle ...(Gerd Lehmann)

Die kenne ich doch alle … vom ersten WGT! (Gerd Lehmann)

amusio: „Gelder fließen aber nicht, oder?“

Cornelius Brach: „Nein. Das WGT finanziert sich ausschließlich selbst. Wir müssen für alle Veranstaltungsorte, für den ÖPNV und so weiter normal bezahlen, es gibt keinerlei Bezuschussung, weder von der Stadt, dem Land oder von Sponsoren. Und ich denke, dass dies mit zur Einzigartigkeit des Treffens beiträgt.“

amusio: „An die 150 Bands, dazu noch an die 300 arrondierte Veranstaltungen. Wie lässt sich das stemmen?“

Cornelius Brach: „Mit einem Kernteam, das aus gerade mal zehn Personen besteht. Mit den Jahren ist eine gewisse Routine eingetreten, die vieles vereinfacht. Das Team weiß inzwischen wie es geht, die Aufgabenverteilung ist geklärt, es läuft rund und gut.“

amusio: „Das alles schien anno 2000 auf der Kippe zu stehen.“

Cornelius Brach: „Doch seitdem haben wir es geschafft, Jahr für Jahr das Treffen auf die Beine zu stellen. Wobei die Betonung auf dem Aspekt des Treffens in friedfertiger bis euphorisierter Atmosphäre liegt. Viele Besucher nehmen das WGT vor allem zum Anlass, Freunde, Bekannte und ähnlich Gesinnte zu treffen, denen man im Laufe des Jahres derart bewusst und exaltiert nicht begegnen kann. Es geht tatsächlich primär um die Aufrechterhaltung und die Auffrischung von Freundschaften, um Toleranz und Party.“

amusio: „Auf globaler Ebene …“

Cornelius Brach: „Wir begrüßen Besucher aus sämtlichen Erdteilen, von den Staaten bis Japan, von Südamerika bis Südafrika. Wenn man bedenkt, dass das WGT mit einer subversiven Clique in der DDR seinen Anfang nahm, mag man es kaum glauben.“

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>