Töne aus den Staaten: New York

Voller Esprit: Jennifer Higdons Orchesterwerke

Auf dem Boden, den die Künstler der New York School mit ihren aleatorischen Experimenten und dem “Rezept” Indeterminacy bereitet hatten, wurde Jennifer Higdon in Brooklyn geboren und es scheint, als hätte sie vom musikalischen Geist Cages, Feldmans und Tudors etwas mitgenommen nach Atlanta, Tennessee, wo sie als Tochter eines Künstlers aufwuchs, und nach Ohio. Dort studierte sie Musik an der Bowling Green State University und nahm Flötenunterricht. Weitere Stationen ihres Wegs waren das Curtis Institute of Music und die University of Pennsylvania, wo sie in Komposition promovierte.

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2 Orchesterwerke von Jennifer Higdon: City Scape und Concerto for Orchestra mit dem Atlanta Symphony Orchestra (Telarc 2010, B0001KL4HW)

2 Orchesterwerke von Jennifer Higdon: City Scape und Concerto for Orchestra mit dem Atlanta Symphony Orchestra (Telarc 2010, B0001KL4HW)

Heute lehrt sie selbst als Dozentin am Curtis Institute, doch was für das Publikum eigentlich zählt, ist ihre Kreativität, die ihr zahlreiche Auszeichnungen wie den Pulitzer-Preis und einen Grammy einbrachte. Insbesondere widmete sich Higdon der Zusammenarbeit mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Green Bay Symphony Orchestra und dem Philadelphia Orchestra. Aus den letzten Jahren sind vor allem das Violinkonzert für Hilary Hahn, City Scape, Concerto 4-3, Celebration Fanfare für Streicher und Concerto for Orchestra  hervorzuheben. Von der Washington Post wurde ihr ein untrüglicher Sinn für die Form ebenso attestiert wie Einfühlsamkeit und ein lebendiger Geist in ihren Kompositionen.

Am heutigen Donnerstag erlebt Higdons The Singing Rooms für Solovioline, Chor und Orchester seine europäische Erstaufführung in Paris, am 2. August dirigiert Marin Alsop Concerto 4-3 mit dem Cabrillo Music Festiva Orchestra im kalifornischen Santa Cruz, am 7. August ist in ihrer Geburtsstadt New York blue cathedral zu hören, aufgeführt vom Chautauqua Institution Orchestra. Weniger bekannt ist übrigens, dass Higdon zahlreiche Stücke für “ihr” Instrument, die Flöte, schrieb und neben einem Schlagzeugkonzert auch ein Konzert für Sopransaxophon komponierte. Das Label Bridge brachte kürzlich auch ihren Streichquartett-Zyklus An Exaltation of Larks mit dem Lark Quartet heraus (B00B0LKQOS).

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Über Dr. Hanns-Peter Mederer

Kulturwissenschaftler in Erfurt, Studium der Literaturwissenschaft, Europäischen Ethnologie, Musikwissenschaft und Gräzistik vor allem an der Universität Hamburg, seither tätig im Verlagsgeschäft und in der Publizistik, besondere Interessensgebiete: Reisen und Musik verschiedener Länder.

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