Würdiges Jubiläum

Sommer, Sonne, Amphi X

Das zehnte Amphi-Festival am Kölner Tanzbrunnen dürfte als eine Veranstaltung in die Gotik-Geschichtsbücher eingehen, wie sie in der gegebenen Form kaum zu übertreffen sein wird. Von den (nicht für jeden Schwarzkittel unbedingt) idealen klimatischen Verhältnissen einmal ganz abgesehen, passte einfach alles: die Stimmung von früh bis früh, das ausgewogene Line-Up, die nahezu perfekte Organisation. Ein rückblickender Streifzug, natürlich ohne den Anspruch der Vollständigkeit, mag diesen Eindruck zementieren.

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Amphi = Party, der Schulz (Unzucht) macht mit (Stephan Wolf)

Amphi = Party! “Der Schulz” (Unzucht) macht mit (Stephan Wolf)

Wie man sich doch irren kann: Wurde in diesem Forum vor kurzem noch angemahnt, möglichst früh auf der Bildfläche des Amphi-Festivals zu erscheinen, erwies sich diese Aufforderung als überflüssig. Denn kaum öffneten sich die Pforten bereits um 10 Uhr in der Frühe, schon strömten an beiden Festivaltagen die schwarzen Kinder auf das herrlich gelegene Areal des Kölner Tanzbrunnens, belagerten gleichermaßen die Hauptbühne, die Staatenhaus-Halle, die zahlreichen Verkaufsstände, Verköstigungsbuden und Trinkwasserstellen, den Beach-Club sowie etwas später auch den Theatersaal.

Obwohl das Kartenkontingent komplett veräußert wurde, bot die Location genügend Raum, um sich entspannt und frei bewegen zu können, also beste Voraussetzungen für ein großes Fest unter Freunden und Gleichgesinnten, die es wie immer gleichermaßen friedfertig und begeisterungsfähig angehen ließen. Äußerlich waren natürlich wieder sämtliche Spielarten der Szene vertreten, wenn auch vielfach nicht so aufwändig ausstaffiert wie etwa beim WGT zu Leipzig. In Köln geht halt alles etwas legerer zu…

Buntschwarzes Treiben vor der Mainstage zur Mittagszeit (Stephan Wolf)

Buntschwarzes Treiben vor der Mainstage zur Mittagszeit (Stephan Wolf)

Aber die Künstler und Bands ließen nichts anbrennen, nahmen durch die Bank die Gelegenheit wahr, sich gegenüber den ca. 16.000 Besuchern von ihren besten Seiten zu präsentieren. So fällt es schwer, Highlights hervorzuheben, zumal sich niemand dreiteilen kann: Wer sich dem Geschehen auf der Mainstage widmet, muss zwangsläufig auf die Acts in Staatenhaus und Theater verzichten. So liefen dann auch die Drähte zwischen den Fraktionen heiß. Dem Vernehmen nach wurde eine SMS wie „Kommt schnell her, die Band ist geil!“ häufig mit der Retourkutsche „Kommt ihr doch her, die Band hier ist noch geiler!“ gekontert.

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Eine Antwort auf Sommer, Sonne, Amphi X

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