Shanty-Art-Jazz

Bunte Bilder in Verzug

Die bildende Künstlerin Lucy Stein (*79) ist hierzulande noch nahezu unbekannt. Auf der anderen Seite des „großen Teichs“ mausert sich die betont harmlos ausschauende Malerin zu einem Ereignis im Galerienbetrieb. In ihre farbfrohen Tableaus mit verstörenden Sujets bringt sie bisweilen auch schon mal Nahrungsmittel oder ihren eigenen Körper (etwa in Form von Haar) ein.

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Lucy Stein, Death Shanties, Crabs (Bomb Shop)

Lucy Stein, Death Shanties, Crabs (Bomb Shop)

Für ihre Visual Arts hat sie gemeinsam mit dem Schlagzeuger Alex Nelson und dem Saxophonisten Sybren Renema ein neues Betätigungsfeld gefunden: Death Shanties. Über Bomb Shop ist soeben der dazugehörige Longplayer „Crabs“ (Vinyl & Download only) erschienen.

Zurzeit befinden sich die Death Shanties auf einer Tour durch das Vereinigte Königreich. Dabei gehen die graphischen Arbeiten mit dem eklektizistischen Freestyle-Jazz von Nelson und Renema einher. Bleibt für uns leider zunächst nur die Frage, ob sich die Musik auch ohne den visuellen Counterpart trägt.

Von mittelalterlich getünchter Tonalität, Sklavengesängen und Shanties inspiriert, prozessieren Alt- und Baritonsaxophon in einer jederzeit konkret fasslichen Diktion, die im Zusammenspiel mit den grummelnden Drum-Kaskaden erzählerische Züge annimmt. Sehnsuchtsvolle Pein und peinlicher Vollrausch, von Hektik zersetzte Blaue Stunden und das Heil in zielloser Flucht.

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