Post aus Portugal

Boavista Catacombe

Bald werden die Hähne nach Barcelos getragen, erneut erweist sich Portugal als Trostpflaster für flächigen Postrock von Weltrang. Ob es am Bacalhau, dem Super Bock oder der Saudade liegt, pa. Mit „Quidam“ (Raging Planet/Downtone Records) legen die vier aus Vale de Cambra ein knackiges Album vor, das zu den Werken von Landsleuten wie indignu oder The Allstar Project aufzuschließen weiß. Das Rad wird zwar nicht neu erfunden, aber es dreht sich rund, geschmeidig … auf der Fahrt zu den großen, da unerfüllbaren Sehnsüchten.

Administriere bereits ab €0,- Deine Tanzschule!

Parabems, Catacombe (creative-eclipse.com)

Parabems, Catacombe (creative-eclipse.com)

Das übers russische Label Slow Burn Records 2011 veröffentlichte Album „Kinetic“ war schon ein ordentlicher Klopper, doch das von Roland Wiegner (Long Distance Calling, Omega Massif) zu Oldenburg gemischte „Quidam“ fügt den Soundgebilden Catacombes nun jene Feinheiten bei, auf die es bei der Verankerung im Langzeitgedächtnis ankommt.

Prompt erscheint das Alter Ego in Form des Gewissens aus der legendären „Lenor“-Reklame: „Meinst Du denn, Du könntest Dich schon wieder für diese Art von Musik begeistern? Die ist doch null innovativ, stilistisch eingeschränkt, kaum unterscheidbar…“. Halts Maul, Weichspülerstimme. Unterscheidbarkeit ist kein Argument und Innovation eine Lüge.

Und somit ergeht ein großes Kennerlob an Catacombe, da sie es vermögen, das Diffuse sehr konkret zu interpretieren. Lesbarkeit der Schiefertafeln vom Berg Sinai. Klare Sache, hat aber bis heute offenbar keiner kapiert.

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>