Slim Twig, „A Hound at the Hem“

The Last Glam Record

Ein Hund kam in die Küche und stahl dem Koch ein Ei, dann hängte er sich an den Saum und riss sich derer zwei. Nein, es ist nicht die Welt der Schoßhündchen, die Max Turnbull alias Slim Twig mit „A Hound At The Hem“ (DFA/ [PIAS] Cooperative) unter Aufbietung sämtlicher Munition auffährt. Eher die räudiger und/oder von Staupe heimgesuchter Tölen, die sich gegenseitig das grell, aber schlecht gefärbte Polyester-Fell aus den Genitalbereichen lecken. Art Glam aus dem Geiste verd(r)ogten Schweißes, polymorph pervertierten Beatnick-Gestus und dreisten Schalalas an der Schweinehundorgel.

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Slim Twig, "A Hound At The Hem" (DFA/[PIAS] Cooperative)

Slim Twig, “A Hound At The Hem” (DFA/[PIAS] Cooperative)

Gut nur, dass der aus Überzeugung blasse (aber nicht blasierte) Slim Twig sich dazu hat durchringen können, sein bereits vor zwei Jahren auf limitiertem Vinyl erschienenes Album noch einmal aufzulegen. Für jedermann zu haben, um von einigen geliebt, von manchen gehasst, aber hoffentlich nicht von allzu vielen ignoriert zu werden.

Allein die gefühlte Nähe zu den wahrhaft wilden Zeiten eines Nick Cave dürfte das Interesse an diesem gleichermaßen verstörenden, wie becircenden Albums schüren. Vorgeblich von Nabokov und seiner Lolita inspiriert, entspannt der auch schon als Schauspieler in Erscheinung getretene Kanadier eine wirr durchdachte Gegenwelt des grobkörnigen Trashs, der mit Grandezza und Extravaganzen keineswegs geizt.

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