Der Nino aus Wien (Interview)

„Aus reiner Faulheit bezeichne ich meine Musik immer nur als Pop“

Der Nino aus Wien und seine Band gleichen Namens fühlen sich in der Domstadt sichtlich wohl. Nachdem sie tagsüber noch einen Abstecher nach Maastricht unternommen haben, finden sie sich im Theater ihres Hostels „Die Wohngemeinschaft“ ein, um bei hinreichender Versorgung mit Kölsch („sehr lecker“) eine weitere Station ihrer Deutschland-Tour erfolgreich zu bestreiten. Einziger Wermutstropfen: Peter Stöger, der ebenfalls aus Wien stammende und von Nino verehrte Trainer des 1.FC Köln, lässt sich nicht blicken. Unser Gespräch bleibt davon unbehelligt, schließlich findet es vor dem rundum gelungenen Gig statt.

Administriere bereits ab €0,- Deine Sprachschule!

Nino Mandl (vorn), Raphael Sas (hinten) (Stephan Wolf)

Nino Mandl (vorn), Raphael Sas (hinten) (Stephan Wolf)

amusio: „Empfindest Du Dich nur als Botschafter Deiner selbst oder auch als Botschafter Deiner Stadt?“

Der Nino aus Wien: „Mein Name suggeriert, dass man mich als Botschafter Wiens sieht. Doch der Name ist aus einem Zufall heraus entstanden. Und manchmal bereue ich ihn auch. Fluch und Segen. So bleibe ich halt jederzeit mit Wien verbunden, wenn ich auch andere Städte durchaus lieb habe. Dabei stamme ich aus dem Teil von Wien, den niemand betritt, der Wien besucht. Die andere Donauseite. Gut, mittlerweile wohne ich im Prater. Doch mehr kann ich zu dem Namen nicht sagen. Ich heiße Nino und komme aus Wien. Manchmal unterscheide ich: Mit der Band bin ich der ,Nino aus Wien‘, auf Solopfaden nenne ich mich ,Nino von Wien‘, aber das stiftet nur Verwirrung. Aber Verwirrung ist an sich ja gar nicht so schlecht…“

amusio: „Aber an Wien ist doch auch nichts verkehrt, da gäbe es weniger attraktive Herkunftsbezeichnungen…“

Der Nino aus Wien: „Wien ist schon gut, vor allem, wenn man dort lebt. So handeln ja auch etliche Stücke von mir explizit von dieser Stadt. Allerdings haben es die Wiener in Österreich schwer. Ich spüre, dass hier in Deutschland die Leute gegenüber den Wienern und auch dem Wienerischen viel aufgeschlossener sind. Hier hört man das gerne und findet es cool, wenn jemand Wienerisch redet.“

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>