Interview mit Toni Kater

„Musikalisch genieße ich völlige Autonomie“

Mit einem Bein befindet sich Toni Kater bereits auf dem Weg in den Berliner Admiralspalast, um dort auf Einladung des besten Lokalsenders der Nation, radioeins, ihr brandneues Album „Eigentum“ (Pop-Out/Universal) der Weltöffentlichkeit vorzustellen. So erweist es sich Stunden vor der Premiere als glückliche Fügung, dass die Künstlerin bei genauerer Betrachtung doch noch mit beiden Beinen in ihrer Wohnung weilt, um vorab einige Auskünfte zu einem Album zu gewähren, das auf markant unaufdringlich eindringliche Art Qualitäten entfaltet, die im Dunstkreis von Anspruch und Popappeal heutzutage rar gesät sind.

Administriere bereits ab €0,- Deine Musikschule!

Toni Kater, "Eigentum" (Pop-Out Records)

Toni Kater, “Eigentum” (Pop-Out Records)

amusio: „Hallo Toni Kater, gleich geht es in den Admiralspalast, morgen steht im Bi Nuu die Release-Party für Eigentum an. Bist Du aufgeregt?

Toni Kater: „Die Tage vor einem Release sind so dermaßen vollgepackt, dass ich gar nicht dazu komme, aufgeregt zu sein. Vor einer Woche war es schlimmer, zum morgigen Live-Set der Release-Party wird die Aufregung wohl auch wieder anziehen, aber im Moment empfinde ich alles als einen einzigen Rausch.“

amusio: „Wie kam es zu dem Namen Toni Kater? Verbirgt sich in ihm Dein Faible für Fabeln, die Du ja schreibst? Oder ist der Name als eine Reminiszenz an die Schwarze Serie der 50er Jahre zu verstehen, in denen die zwielichtigen Frauenfiguren ähnlich klingende Namen trugen?“

Toni Kater: „Beide Interpretationen sind sehr schön, aber weder noch. Toni war schon immer mein Spitzname. Als ich dann gemeinsam mit einer Freundin musizierte, haben wir uns Toni & Tobi genannt und Comics über unser beider alter Ego gezeichnet. Dass ich Kater angehängt habe, mag vielleicht daran liegen, dass ich meistens mit Katzen zusammengewohnt habe, aber ich denke den Ausschlag hat Cat Power gegeben, die finde ich ganz toll.“

amusio: „Dein neues Album verbreitet eine kontemplative Stimmung, die bisweilen an Dein Piano-Album Airborne erinnert. Bei den drei vorherigen Platten, die Du als Toni Kater veröffentlicht hast, schienst Du flotter unterwegs gewesen zu sein…“

Toni Kater: „Findest Du? Komisch, denn ich habe bei Eigentum das Gefühl, mehr Uptempo-Nummern draufgepackt zu haben als bei meinen vorherigen Alben. Aber ich empfinde meine Lieder ja immer auch als positiv, während viele andere Menschen sie teilweise als depressiv empfinden. Nun, vielleicht entsteht Dein Eindruck auch, weil ich ja echt ein langsamer Typ bin (lacht). Nein, aber ich habe auf Eigentum mal wieder viele verschiedene Themen aufgegriffen. Und die Arrangements passen sich dem natürlich an. Es gibt eine Reihe von klassischen Liedern, die entsprechend zart instrumentiert sind. Dem stehen aber auch stark perkussive Elemente entgegen, so wie bei Titeln wie India oder Panzer.“

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>