Für immer in bester Erinnerung: Udo Jürgens

Konzert ohne Abschied

„Erst das viele Licht und dann die Leere“ – als mit dem von seinem letzten Studioalbum Mitten im Leben stammende, nachdenklich stimmende Zehn nach Elf am 7. Dezember des vergangenen Jahres das Konzert im Züricher Hallenstadion verklingt, liegt der nur zwei Wochen später Udo Jürgens ereilende Tod im Bereich des völlig Unvorstellbaren. Dass der Verlust des großen Entertainers für viele seiner Fans bis heute unfassbar geblieben ist, macht der soeben veröffentlichte Mitschnitt (als Doppel-CD und DVD, Ariola/Sony Music) schmerzlich nachvollziehbar.

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Udo Jürgens: "Das letzte Konzert Zürich 2014" (Ariola/Sony Music)

Udo Jürgens: “Das letzte Konzert Zürich 2014″ (Ariola/Sony Music)

Denn Das letzte Konzert zeigt einen Künstler auf seinem scheinbar zeitlos währenden Zenit. Die sporadisch bemerkbaren Anzeichen seiner achtzig Jahre verleihen dem ansonsten wie gewohnt souveränen bis überragenden Auftritt einen ganz besonderen Ausdruck von Nähe, Würde und Menschlichkeit.

Ansonsten bleibt nur zu konstatieren, dass es sich schlicht um eine 1:1-Dokumention dessen handelt, was von Udo Jürgens stets zu erwarten war und stets geboten wurde: Musikalische Unterhaltung auf solitärem Niveau. Einfühlsam stille Momente, starke Duette (hier mit Dorothea Lorene, Stefanie Suhner und Kent Stetler), fulminante Orchesterparts (Die Krone der Schöpfung, Tausend Jahre sind ein Tag), das Hit-Medley sowie die legendäre Zugabe im Bademantel.

Ob diese Veröffentlichung ohnehin geplant war, oder ob sie auch ohne den denkbar traurigsten Anlass Sinn gemacht hätte? Eine unsinnige Frage. Merci, Udo.

udojuergens.de

 

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