E-tropolis Festival 2015

Prädikat Vollbedienung

Laibach von der Galerie aus betrachtet (Stephan Wolf)

Laibach von der Galerie aus betrachtet (Stephan Wolf)

Dass sich Laibach mit dem Stand ihrer aktuellen Ontogenese hervorragend ins Programm einfügten, durfte kaum überraschen. Und doch war es an den Slowenen, anzudeuten, dass elektronischer Darkwave (im weitesten Sinne) ein musikalisches Spektrum (Spectre) eröffnen kann, das über die zu Oberhausen aufgeführten Spielarten hinausreicht. Insbesondere bei Leben heißt Leben, jener Opus-Coverversion (Live is life) mit der Laibach vor annähernd 30 Jahren das Verständnis von Pop- und Industrialkultur auf den Kopf stellten, deuteten sie in einem vierminütigen, an Prägnanz und Sinnstiftung kaum zu überbietenden Klangmanifest die grenzenlose Multidimensionalität der elektronischen Klangerzeugung sowie das Vermächtnis metaphorisch wirksamer Konzeptkunst an. Ausgerechnet jene Band, die auf der Bühne einst mit einem mehr oder weniger stark ausgeprägten Playback-Anteil agierte, sorgte für den musikalisch bemerkenswertesten Moment der gesamten Veranstaltung.

Zum Schluss der Nachbetrachtung – die beste Nachricht: Am 6. März 2016 geht das E-tropolis Festival in die nächste Runde, mit der Wiederauferstehung von The Cassandra Complex sowie den Drum’n’Noise Experten Winterkälte als bereits bestätigte Highlights. „Bässer, Härter, Lauter“, so kann, nein, muss und wird es weitergehen! Für 2015 ergeht an das Team unisono die Bestnote, mit Prädikat Vollbedienung.

etropolis-festival.de

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