Manfred Maurenbrecher hisst rotes Tuch

Nicht weg gewesen, aber schon wieder da

Leiden, Sterben und Auferstehung soeben gerade mal überwunden, steht am Freitag mit Rotes Tuch, dem neuen Album von Manfred Maurenbrecher (Reptiphon/Broken Silence), schon wieder ein willkommener Anlass zur inneren Einkehr ins Haus. Nur mit dem Unterschied, dass diesmal keinen überhöhten, historisch ungeklärten Ereignisse, sondern einer stets nachvollziehbaren Gabe des klaren Ausdrucks die gerechte Aufmerksamkeit widerfährt.

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Manfred Maurenbrecher: "Rotes Tuch" (Reptiphon/Broken Silence)

Manfred Maurenbrecher: “Rotes Tuch” (Reptiphon/Broken Silence)

Schon das Vorgängeralbum no go mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik bedacht zu haben, könnte sich also nun zumindest für diejenigen Juroren nach Art eines Dilemmas rächen, denen Wiederholungszwang ein rotes Tuch bedeutet.

Und schon vor Einführung der Neuen Deutschen Rechtschreibung 1992 von niemand Geringerem als der FAZ zum „Geheimtip auf Lebenszeit“ stilisiert, singt es sich 2015 vermeintlich (noch) leichter: „Es tut gut, so zu fahren, in seltener Einigkeit, mit dem Kletten aus Jahren. Bedankt und bereit“ – und Manfred Maurenbrecher tut gut daran, die Welt wissen zu lassen, dass er mit ihr bis dahin im Reinen ist.

Die Karre im Dreck kann ihn schon lange nicht mehr beeindrucken, er durchschaut deren missliche Lage als hausgemachte Misere, kümmert sich zwar noch um den einen (Kiewer Runde) oder anderen (Ihr verdient uns nicht) Ausläufer ihrer Selbstaffirmation, lässt sich davon aber nicht die Poesie von der Stulle streichen.

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