Quadrophenia Halluzinugenia

A Place To Bury Strangers – Live

Bahnstreik, Megastau, Ankunft Underground (Köln) gegen halb 21. Vorband (zZz) geschenkt, Soundcheck gesch… – et voilà: Oliver Ackermann, Dion Lunadon und Robi Gonzalez aus Brooklyn legen sofort los, kommen ohne Umschweife zur Sache, verlieren keine Zeit. Spätestens eine hoch vergnüglich abgefahrene Stunde später wird klar, warum A Place To Bury Strangers den ständigen Vergleich mit The Jesus And Mary Chain nicht mehr ertragen können.

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Dion Lunadon / A Place To Bury Strangers (Stephan Wolf)

Dion Lunadon / A Place To Bury Strangers (Stephan Wolf)

Ob mit den (für Studioverhältnisse) überschroffen Titeln des aktuellen Longplayers Transfixation oder den schleifend shoegazigen seiner Vorgänger: Kaum setzt der Sog aus Feedback, Druck und Irrsinn ein, verliert sich der einzelne Song im großen Lärm des Ganzen. Dabei wird mit zunehmender Konzertdauer deutlich, wie angenehm schwer es fällt, das verbissene Saitengezerre und den schwirrend rollenden Beat einer speziellen Schule in die Schuhe zu schieben.

Sicher, immer wieder bricht anarchischer Punk’n’Roll eine Schneise, die Teile des Publikums allen Ernstes mit Pogoschwoof füllen. Doch auch die oberflächlich stagnierenden Momente, die zum entrückten Starren aus gesenktem Kopf, können kaum verleugnen, welch Born aus Heavy Psychedelia da brodelt, überkocht und seine zähe Lavaschlacke in den Schallraum ergießt. Einmal zur Eruption gebracht, stiebt der Funkenflug nach allen Seiten und in sämtliche Ecken: Quadrophenia Halluzinugenia.

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