Interview mit Elmar Herrmann (Teil 1)

Größer, schöner, schwärzer: XI. Amphi Festival

(amphi-festival.de)

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amusio: „Zugegebenermaßen niemand…“

Elmar Herrmann: „Wenngleich die grundlegende Atmosphäre des Geländes natürlich eine ganz andere ist, werden unsere Besucher es allerspätestens am Montag danach zu schätzen wissen, dass man sich im Amphi Eventpark in geselliger Runde treffen und zusammen setzen konnte, ohne sich permanent durch dicht gedrängte Massen kämpfen zu müssen. Dass man jederzeit eine Sitzgelegenheit haben konnte, wenn man wollte und nach einem tollen Wochenende in Köln entspannt in den Alltag zurückkehrt.“

amusio: „Alle Jahre wieder werden insbesondere die Preise für Speis und Trank moniert. Was kannst Du anno 2015 zu diesem leidigen Thema sagen?“

Elmar Herrmann: „Ich kann bereits so viel verraten: Die Getränkepreise werden günstiger sein als zuletzt und auch bei der Auswahl der Speisen und Getränke wird sich 2015 einiges ändern. Beides waren Kriterien, die bei unserem Umzug eine wichtige Rolle spielten. Sowohl im Außengelände als auch indoor können sich die Amphi Fans dieses Jahr auf viele verschiedene, auch vegetarische, Gastro-Stände freuen.“

amusio: „Kannst Du bestätigen, dass die Unterstützung seitens der Stadt Köln sowie der Eventpark-Betreiber der Bedeutung des Festivals gerecht wird? Oder wird die ‘schwarze Szene’ weiterhin latent oder im Vergleich zu anderen Großveranstaltungen eher stiefmütterlich behandelt?

Elmar Herrmann: „Sowohl dem Betreiber der Arena als auch der Stadt Köln – deren Oberbürgermeister Jürgen Roters sich persönlich als Schirmherr für das Amphi Festival eingesetzt hat – lag sehr am Herzen, das Amphi in Köln zu erhalten und uns die Möglichkeit zu geben, das Festival in einem Umfang fortzusetzen, der dem Vermächtnis der ersten 10 Jahre gerecht wird. Zusammen mit der Gamescom, dem CSD und dem Karneval ist unser Amphi Festival inzwischen zu einem weltweit bekannten Aushängeschild für Köln geworden, das seitens der Kölner als ein sehr friedfertiges und angenehmes wahrgenommen wird – was es vom Naturell her auch immer war.“

(amphi-festival.de)

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amusio: „Das WGT einmal außen vor: Wo verortest Du das Amphi im Vergleich zum Blackfield oder dem M’era Luna? Besteht zwischen den genannten Großfestivals der Szene ein partnerschaftliches oder ein eher vom Wettbewerb geprägtes Verhältnis?“

Elmar Herrmann: „Alle drei Festivals haben ihren eigenen Charakter. Anders als z.B. das M´era Luna, das sich von seiner Anlage her am Vorbild des klassischen Rock-Festivals – mit Camping in der Natur – orientiert, ist das Amphi Festival in der Großstadt zu Hause. Schon durch die verschiedenen Szenerien sind der Festival-Spirit und die damit verbundenen Erwartungen der Fans an die Organisation jeweils sehr unterschiedlich. Beim Amphi Festival haben sich die Fans inzwischen z.B. an Hotelübernachtungen gewöhnt, feste WCs auf dem Festivalgelände gehören zum guten Ton. Auch die Beständigkeit des Geländes bei Regen ist ein wichtiges Element, das die Besucher bei uns sehr schätzen. Übrigens sind wir aktuell auch das einzige Szene-Festival mit zwei Open-Air Bühnen und einer Indoor-Mainstage, die Platz für alle Besucher bietet. Wettbewerb belebt dabei das Geschäft. Er stellt sicher, dass man sich jedes Jahr aufs Neue ins Zeug legt, um seinen Besuchern das bestmögliche Festival zu bieten. Die Berührungspunkte zwischen den Promotern beschränken sich, sofern es überhaupt dazu kommt, auf den Run um die angesagtesten Bands. Ansonsten arbeitet jeder für sich, es sei denn man nutzt einander als Werbeplattform, da jedes Festival einzigartig ist und unterm Strich der Besucher selbst entscheidet, an welchem Festival er teilnehmen möchte.“

amusio: „Und inwiefern unterscheiden sich die großen Drei in musikalischer Hinsicht?“

Elmar Herrmann: „Trotz einer großen Schnittmenge lassen sich auch musikalisch Unterschiede ausmachen. Das M´era Luna legte in den vergangenen Jahren seinen Fokus mehr auf Gothic-Metal, Mittelalter und Headliner mit Verbindung zur Alternative-Szene, wir hingehen gaben beim Amphi Festival verstärkt den elektronischen Klängen den Vorzug, gepaart mit besonderen Bands aus dem Gothicbereich und Headlinern aus der Szene für die Szene. Musikalisch wie auch organisatorisch ist das Amphi Festival im Laufe der Jahre zu einem Gegenentwurf des M´era Luna geworden.“

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Eine Antwort auf Größer, schöner, schwärzer: XI. Amphi Festival

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