Loops und Lust: Lùisa

Vielleicht ein Sommeralbum

Never Own (Nettwerk/Soulfood) ist bereits der zweite Longplayer der erst 22-jährigen Lùisa, die – anders als das kanadische Qualitätslabel vielleicht vermuten ließe – aus Hamburg stammt. Wenn auch schon der Vorgänger One Youth Ago Potenzial im Überfluss verriet, so erstaunt es doch, wie schnell und umfassend es der Künstlerin gelungen ist, sämtliche von ihr selbst hervorgerufenen Erwartungen zu übertreffen. Stimmig ausgewogen glänzen Instrumentierung und Arrangements, einnehmend ausdrucksstark brillieren Stimme und Sentiment – mit dezenten Untertönen von Zweifel und Aufbegehren zur rechten Zeit.

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Lùisa: "Never Own" (Nettwerk/Soulfood)

Lùisa: “Never Own” (Nettwerk/Soulfood)

Post-Folk auf Loop-Basis? Oder doch eher akustisch dominierter Dream Pop? Wie wäre es mit Neo-Chanson-Electronica? Es genügt, sich auf Never Own einzulassen, um zur Erkenntnis zu gelangen, dass sämtliche Schubladen mal wieder verkanten, wollte man Lùisa mit einem verbindlichen Etikett versehen. Ohnehin mag es ihr genügen, wenn sie Gehör findet. Denn sobald ihr dies gelingt, hat sie bereits gewonnen. Und der Zuhörer sowieso.

Das gemeinsam mit guten Freunden aus dem persönlichen Umfeld ans Licht des Öffentlichkeit gerückte Kaleidoskop der warmen Klangfarben und sinnlichen Abschweifungen – die den Rahmen der Songgefüge kaum überstrapazieren – verblüfft mit einer produktionstechnischen und interpretatorischen Souveränität, wie sie vielleicht von einer Suzanne Vega oder Heather Nova zu erwarten wäre, bei Lùisa jedoch vorübergehend sprachlos machen könnte, so das Album nicht dazu verführen würde, seine Qualität lautstark betonen und verkünden zu wollen.

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