Ezra Furman entlarvt sich selbst

Sorglos Rastlos

Perpetual Motion People - ein ausgesprochen hübscher Titel für ein Album (Bella Union/[PIAS]Coop/Rough Trade), mit dem es Ezra Furman gelingt, seine Ruhelosigkeit zum Stilmittel zu erheben. Indem er sich hierzu weiterhin eines grimassenhaft gut gelaunten 60ies Humble Rock’n’Roll bedient, fällt die Diskrepanz zwischen Ausdruck und Inhalt erneut erfreulich kontrastreich aus.

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Ezra Furman: "Perpetual Motion People" (Bella Union/[PIAS]Coop/Rough Trade)

Ezra Furman: “Perpetual Motion People” (Bella Union/[PIAS]Coop/Rough Trade)

Selbst schuld: Wem beim Refrain zu Lousy Connection allein der Hit Save Me von der südafrikanischen Frauenband Clout in den Sinn kommt, hat wohl gewisse referentielle Lücken aufzuweisen. Doch wenn Hark! To The Music gleich im Anschluss eine ganze Armada von Proto-Postpunk-Versatzstücken auffährt und Haunted Head wiederum den inneren Moneybrother auferstehen lässt, darf man sich getrost dazu beglückwünschen, zu Ezra Furmans Stilverständnis zumindest soweit aufgeschlossen zu haben, um jenen Witz zu verstehen, den er stets alternativ pointiert zum Besten gibt.

Ob man diesen Witz nicht nur zur verstehen, sondern auch zu goutieren vermag, setzt bei Ezra Furman allein eine gewissen Grundsympathie voraus. So die innere Bereitschaft geweckt wurde, seiner mal spöttischen, mal gequälten – und dabei doch immer souverän auftretenden – Selbstentblößung für bare Münze zu nehmen, steht dem Gefallen an trotzig aufbegehrenden Tanzbeinen und scheinbar verselbständigten Saxophon-Einsätzen nichts im Wege.

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