Interview mit Max Portnoy (Next To None)

„Das Business empfinde ich als verwirrend”

Mit A Light In The Dark (InsideOut Music/Universal) erschien vor kurzem das Debütalbum von Next To None. Dass Dream Theater als stilistische Vorbilder dienen, ist unverkennbar, lässt aber erst dann mit Erstaunen aufhorchen, wenn in Erfahrung gebracht wird, dass am Schlagzeug der sechszehnjährige Sohn von DT-Drummer Mike Portnoy – Max Portnoy – die Felle gerbt. Und dass seine drei Mitstreiter die Volljährigkeit ebenfalls noch nicht erlangt haben. Es spielen also hochbegabte Teenager amtlichen Prog Metal, mit Mike Portnoy als Produzent. Im Gespräch mit dem Sohnemann erweist sich dieser tendenziell zwar noch als etwas einsilbig, doch dafür sprechen die musikalischen Fähigkeiten seiner Band bereits heute – Bände.

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Zweiter von links: Max Portnoy, Next To Nothing (InsideOut Records)

Zweiter von links: Max Portnoy, Next To Nothing (InsideOut Music)

amusio: „Ihr habt ein klar dem Progressive Metal zuzuordnendes Album eingespielt. Habt Ihr nie den Drang verspürt, eine andere Richtung einzuschlagen? Und sei es auch nur – wie in Deinem Fall – aus dem Grund, sich dem elterlichen Schatten zu entziehen?“

Max Portnoy: „Nein, Prog Metal hat uns schon immer fasziniert. Sowohl Prog als auch Metal. Da gab es kein Vertun. Beide Elemente einmal selbständig zusammenführen zu können, war ein großartiges Erlebnis, das wir mit keiner anderen Stilrichtung hätten erfahren können.“

amusio: „Inwiefern hat die Musik Deines Vaters – vor allem die mit Dream Theater – A Light In The Dark beeinflusst?“

Max Portnoy: „Neben Dream Theater dürfte der Einfluss von Slipknot nicht zu unterschätzen sein. Das sind die beiden Bands, die mich und uns bei der Arbeit zu „A Light In The Dark“ wohl am meisten beeinflusst haben. Ich liebe beide sehr. Und ich denke, dass Fans beider Bands auch an unserem Album Gefallen finden werden.“

amusio: „Den eigenen Vater zum Produzenten zu haben – wie war das?“

Max Portnoy: „Großartig! Seine wichtigste Aufgabe bestand darin, uns ins Studio und wieder nachhause zu fahren (lacht). Ich möchte betonen, dass er uns nur gezeigt hat, wie es im Studio zugeht. Das Album haben wir selbst geschrieben und eingespielt. Da hatte er nichts mit zu tun.“

amusio: „Wie gehst Du damit um, wenn Du im Hinblick auf Euer Album auf Deinen Vater oder auf Euer jugendliches Alter angesprochen wirst?“

Max Portnoy: „Indem ich sage: Wer sich unser Album vorurteilsfrei anhört, der wird es am ehesten zu schätzen wissen.“

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