Interview mit Joachim Witt

„Ich verfahre nach dem Lustprinzip“

Mit seinem neuen, dem insgesamt fünfzehnten Album seiner (Solo-) Karriere überrascht Joachim Witt mal wieder Fans und Kritik. Ich (Oblivion/SPV, ab Freitag) entpuppt sich über weite Strecken als ungemein entspannt und hochgradig persönlich gehaltene Songwriter-Kunst, für die „der Meister“ in sämtlichen Hinsichten verantwortlich zeichnet. Mit Twang-Gitarre und Orgel geschmackvoll ausgestattet, gelingt die Zäsur. Und doch bleibt der 66-Jährige vor allem eins: unverkennbar ganz und gar er selbst. Eben Ich – aus seiner Warte gesehen, die er im Gespräch gerne wieder einnimmt.

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Ich, er selbst: Joachim Witt (Marcel Gothow)

Ich, er selbst: Joachim Witt (Marcel Gothow)

amusio: „Hallo Joachim, der Titeltrack Deines vorangegangenen Albums Neumond verweist im Text explizit auf das zentrale Thema Deines neuen Albums…“

Joachim Witt: „Stimmt, aber da besteht kein bewusster Zusammenhang. Vielleicht handelt es sich um Vorsehung (lacht)?!“

amusio: „Nachdem Du die Produktion von Dom und Neumond delegiert hast, zeichnest Du für Ich konsequent selbst verantwortlich…“

Joachim Witt: „Es gab eine Zeit, da war ich des alleinigen Schreibens und Arrangierens müde. Die Gefahr der Selbstwiederholung nagte an mir, denn ich mache schon sehr sehr lange Musik. Zur Abwechslung auch mal machen zu lassen und nur nach Beobachtung einzugreifen, das empfand ich wie eine Frischzellenkur. Doch nun freut sich jede Zelle meines Körpers wieder auf das völlig unabhängige Arbeiten! Und das erste Ergebnis dieser Freude ist Ich – und es werden sicher noch weitere folgen, auch wenn ich nicht kategorisch ausschließen möchte, dass ich dabei wieder Unterstützung von außen einbeziehen werde.“

amusio: „Welche Rolle spielt für Dein Schaffen das Implantat der Lust, das Du einst auf dem Album Pop so leidenschaftlich besungen hast?“

Joachim Witt: „Die Lust an der Sache ist in der Tat das Einzige, was mich an- und vorantreibt. Ich verfahre nach dem Lustprinzip: Was brauche ich jetzt, damit es mir gut geht? Das ist doch das Wesentliche im Leben! Daraus ziehe ich Kraft und Inspiration. Und weil ich ein sehr auf meine Gesundheit bedachter Mensch bin, halte ich mich streng an die Vorgaben meiner Lust.“

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