Erland Dahlens seltene Klänge

Erlebnisfaktor: Sehr hoch

Erland Dahlen, bekannt von seinen Mitgliedschaften bei Nils Petter und Stian Westerhus, veröffentlicht heute nach Rolling Bomber (2012) ein weiteres Solo-Album auf dem norwegischen Spezial-Label Hubro. Blossom Bells begnadet charmant entführt in eine plastisch ausgestattete Gegenwelt ungefilterter Musikalität, die überall dort zurecht aufhorchen lässt, wo Ambient Jazz sowie Kraut- und Postrock zum guten Ton gehören.

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Erland Dahlen: "Blossom Bells" (Hubro)

Erland Dahlen: “Blossom Bells” (Hubro)

Als ein Mann der Superlative (auf über 160 Schallplatten-Produktionen ist er zu hören, seine Instrumentensammlung, vorwiegend aus dem perkussiven Bereich und um eigens für ihn entwickelte Unikate ergänzt, genießt legendären Ruf) schöpft Erland Dahlen aus dem Vollen, ohne das Gemüt des Genießers über Gebühr zu belasten. Richtig gelesen: Blossom Bells muss ausdrücklich als ein Werk gekennzeichnet werden, das es darauf anlegt, uneingeschränkte Zustimmung auszulösen.

Denn es gelingt hier, die Fülle der Attraktionen (eines zum Teil bislang nur äußerst selten zu Gehör gekommenen Instrumentariums) wohl bemessen in spannungsgeladene Kompositionen zu überführen – ohne dass irgendeiner Form partieller Übervorteilung gehuldigt werden würde, die sich als zu dominant auf das Gesamtbild hätte auswirken können. Der feinsinnigen Ökonomie des Erland Dahlen verdankt sich also ein Album, das trotz des per se spektakulären Einsatzes selten vernommener Instrumente (beispielsweise der titelgebenden Blossom Bells, eine Entwicklung des Instrumentenbauers Pete Engelhart) mehr Wert auf Struktur und Atmosphäre legt, als auf isoliert aneinandergereihte Effekte. Was für ein Erlebnis!

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