Interview mit Rocko Schamoni

„Es ist halt ein Luxus-Projekt“

Mit dem Album Die Vergessenen reanimiert Rocko Schamoni einen bunt durchmischten Songperlenreigen im großen Stil, mit dem eigens ins Leben gerufenen Orchestre Mirage unter der Leitung von Sebastian Hoffmann. Nun stehen für diese einzigartige Repräsentationsform drei weitere Live-Termine an, die vielleicht auch dazu beitragen werden, dass aus dem ambitionierten Projekt eine dauerhafte Entertainment-Institution erwächst, so wie sich Rocko Schamoni diese zumindest im Gespräch vorstellen kann.

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Rocko Schamoni & l'Orchestre Mirage (Kerstin Behrendt)

Rocko Schamoni & l’Orchestre Mirage (Kerstin Behrendt)

amusio: „Hi Rocko, welche Erfahrungen hast Du auf den bereits stattgefundenen Konzerten mit dem Orchestre Mirage sammeln können?“

Rocko Schamoni: „Trotz der geringen Anzahl verbinden wir schon höchst unterschiedliche Erinnerungen mit unseren Auftritten. Das Open Air im Palmengarten zu Frankfurt litt zwar unter widrigen Wetterverhältnissen, doch obwohl es in Strömen goss, war es schlicht fantastisch, zumal auch das Publikum voll mitgegangen ist. Auf dem Schleswig Holstein Musikfestival in Kiel war das anders. Da haben wir das Publikum wohl etwas überfordert und statt Begeisterung eher ungläubiges Staunen ausgelöst. Aber es ist immer ein tolles Erlebnis mit bis zu 18 Leuten auf der Bühne zu stehen, die Enge macht Freude.“

amusio: „Nun stehen drei Saaltermine an: Hannover, Köln und Düsseldorf. Sind noch weitere geplant?

Rocko Schamoni: „Wir haben alle Lust dazu, doch viele Veranstalter scheuen das Risiko, eine doch größere Summe Geld in die Hand zu nehmen. So ein Orchester verursacht nun mal hohe Grundkosten. Von daher bleibt die Anzahl der Konzerte zunächst überschaubar. Doch ich hoffe, es spricht sich herum, dass es sich bei diesem Projekt um eine einzigartige Sache handelt, die man nicht verpassen sollte.“

amusio: „Inwiefern einzigartig?“

Rocko Schamoni: „Andere Orchester dieser Art, die sich also geschmackvoll mit Punk, Indie, Chanson und Filmmusik auseinandersetzen, gibt es in Deutschland nicht. Das Orchester Max Raabe macht zwar auch einen großen Sound, aber in anderen Gattungen. Ich denke, dass das Konzept überfällig war. Und wer weiß, ob es noch viele Gelegenheiten geben wird, das Orchestre Mirage live zu erleben.“

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