Interview mit Jordi Ruiz (Exxasens)

„Wir haben uns lange genug im Weltraum aufgehalten“

Mit Back To Earth (Aloud Music/Import) ist soeben das vierte Album der Ambient Space- und Postrockband Exxasens aus Barcelona erschienen. Unter Beibehaltung bewährter Soundmerkmale, die eine unverkennbare Ähnlichkeit vor allem mit God Is An Astronaut aufweisen, birst der Neuling geradezu vor Energie, Spielfreude und konsequent durchexerzierten Ideen. Ihre Rückkehr zur Erde scheint der Band hervorragend bekommen zu sein – auch wenn sie sich zum Zeitpunkt des Interviews auf dem Weg zu einem Festival in Galizien (Monforte de Lemos) befand und dabei mit einem Fuchs kollidierte. Doch Sergio Ledesma (Synths/Keys), Cesc Cespedes (Bass), Oriol Planells (Drums) und Jordi Ruiz (Gitarren, Programming) sind wohlauf (der Fuchs leider weniger). Und bereit, ihr deutsches Publikum Anfang Oktober auch live zu beglücken.

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Exxasens: "Back To Earth" (Aloud Music)

Exxasens: “Back To Earth” (Aloud Music)

amusio: „Hi Jordi, zunächst hast Du Exxasens als reines Solo-Projekt gestartet, inzwischen hat sich ein festes Band-Outfit etabliert. Wie vollzog sich diese Wandlung?“

Jordi Ruiz: „Ich habe lange Jahre in vielen Bands gespielt, doch irgendwann wurde mir das zu zeitintensiv. Außerdem wollte ich endlich auch mal etwas ganz für mich alleine haben. So entstand Exxasens, als reines Studio-Projekt. Als ich dann 2011 unerwarteterweise eine Anfrage aus Russland erhielt, um dort auf dem Astral Festival zu spielen, hatte ich plötzlich ein Problem. Der Veranstalter ging nämlich davon aus, dass es sich bei Exxasens um eine Band handeln würde. Also habe ich die Wahrheit verschwiegen. Und stattdessen lieber schnell ein paar meiner besten Freunde angerufen, um sie zu bitten, mich als Band nach Russland zu begleiten. Unsere Zusammenarbeit sollte auf das russische Festival begrenzt bleiben, doch spätestens nach den Auftritten dort haben wir uns doch entschieden, als Band weiterzumachen. Also war bereits das zweite Album Eleven Miles de facto ein Bandprodukt.“

amusio: „Auf dem neuen Album scheint der Band-Charakter aber noch deutlich stärker betont zu werden als zuvor. Back To Earth klingt kompakter, zupackender und organischer als die bisherigen Alben. Inwiefern war das beabsichtigt?“

Jordi Ruiz: „Nach drei Alben erschien es uns an der Zeit, die Dinge einmal grundsätzlich anders anzugehen. Die vorherigen Alben waren überwiegend in meinem Homestudio entstanden. Was ich nicht selbst erzeugen konnte, wurde von den Kollegen separat eingespielt und anschließend eingearbeitet. Diesmal sind wir alle gemeinsam in ein professionelles Studio gegangen. Und ich denke, es ist vor allem der Drumsound, der den Unterschied macht. Rhythmus und Groove haben nun eine neue, dynamischere Qualität erhalten. Aber auch die Gitarren sind deutlich heavier geworden.“

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