Köln - Blue Shell - 22/10

Le Very & Keøma

Zum Überschwappen: Ein Abend der neuen deutschen (schaumig prickelnden) Kunstpop-Welle erwartet sein – bei Bedarf entsprechend aufgebracht gestyltes – Publikum. Es steht das Halbheimspiel des Duos Keøma an, das mit cineastisch verbürgtem Night Drive Pop und clubtauglichen Mitteln große Gefühle schürt. Gefolgt von Le Very, deren ungebremster Glamour-Charme von Choreographien begleitet wird, die gleichfalls von der Lust an der schönen „Mehr-ist-nicht-genug“-Haltung künden – so der vorhandene Raum hierzu ausreicht.

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Le Very (facebook.com/leveryofficial)

Le Very (facebook.com/leveryofficial)

Die Frage, ob nun auch auf (!) der Bühne des Shell die Tanzbeine (Nuria Ranjana, Ada Sternberg) geschwungen werden, reichert allenfalls die Spannung an. Die dürfte angesichts des Spektakels der Debüt-Scheibe V ohnehin schon sämtliche Bogen und Bögen durchspannen. Die Bretter zum Erbeben bringen. Denn der überaus großzügig mit historisierenden Querstreben und mondänem Ruch ausgestatteter Pop-Entwurf des Nikolas Tillmann fußt auf einer Basis, die anderweitig auch als „große Songwriter-Kunst“ ausgelegt werden könnte.

Den Extraportion Schmiss fügen sich Le Very dann nonchalant (was sonst?) wie von selbst zu. Und wer zu allem herrlichen Überfluss auch noch das pop-diskursive Element wittert, der braucht sich auch dafür nicht zu schämen. So zuvor nur tüchtig Beinarbeit geleistet wurde. Dass es als erste Amtshandlung von Le Very im vergangenen Jahr der Tour-Support von Zoot Woman anstand, braucht indes niemanden mehr zu verwundern. That’s Jazz!

Keøma (Jason Harrell)

Keøma (Jason Harrell)

Keøma (Kat Frankie & Chris Klopfer, nicht zu verwechseln mit der finnischen Metalband nahezu identischen Namens) werden erst im Januar ihr selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlichen. Doch schon mit seinen ersten Lebenszeichen hat das australo-kölsche Paar mächtig auf die Aufmerksamkeitstube gedrückt. Wer etwa den Vorab-Titel Pines vernimmt, der wird ihn nicht mehr los. Und das lieber freiwillig. Und am allerliebsten in Form der Live-Präsentation: Von Angesicht zu Angesicht mit einer Formation, die sicher nicht nur hierzulande zu den größten Hoffnungen der eingängiger Stilsicherheit zählt. Sehen, spüren, genießen!

Weitere Stationen:

08.10. Berlin (Bi Nuu)
13.10. München (Kranhalle)
14.10. Leipzig (Täubchenthal)
23.10. Hannover (Lux-Club)
24.10. Hamburg (Kleiner Donner)

Le Very, Playground (Slow Motion):
youtube.com/watch?v=IPIg2gtpg1c

youtube.com/user/leveryofficial
facebook.com/leveryofficial

Keøma, Pines (Lyric Video):
youtube.com/watch?t=4&v=WQdvP1chG-s

keomakeoma.tumblr.com
facebook.com/KEOMAMUSIC

 

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