Clara Luzia - Here's To Nemesis

Weniger und mehr

Eine der profiliertesten Singer/Songwriterinnen Österreichs meldet sich mit ihrem sechsten Album zurück: Here’s To Nemesis (Asinella Records/Broken Silence, ab Freitag). Nachdem Clara Luzia zuvor überwiegend das große Besteck bevorzugte, beließ sie es diesmal bei Gitarre, Bass und Schlagzeug, um ihre – wie gewohnt treffsicher formulierten – Lieder einzukleiden. Die Entschlackung kommt nicht allein dem Ausdruck ihrer Stimme zugute.

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Clara Luzia: "Here's To Nemesis" (Asinella Records/Broken Silence)

Clara Luzia: “Here’s To Nemesis” (Asinella Records/Broken Silence)

Denn so aufrichtig, verbindlich und direkt wie auf Here’s To Nemesis konnte (oder wollte) sich die gebürtige Niederösterreicherin bislang nur in den „besonderen Momenten“ ihrer Veröffentlichungen artikulieren. Oder eben auf der Bühne, wo sie den Aufwand von Produktionen wie The Ground Below, Falling Into Place oder We Are Fish stets mit Präsenz und Persönlichkeit zu konterkarieren verstand. Zwar ist nicht auszuschließen, dass ihr Stammpublikum an ihrem neuen Album das weitestgehende Ausbleiben von Verspieltheit und des Hangs zur überlebensgroßen Repräsentation moniert. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sie die neue Fokussierung von Clara Luzia auf sich selbst nachvollzieht und auch gutheißt.

Schließlich macht es Clara Luzia dem Hörer auf Here’s To Nemesis leicht, den Zugang zu ihr zu finden. Sämtliche zuvor kunstvoll gepflegte Barrieren hat sie aus den Arrangements verbannt. Spätestens wenn sie mit dem sofortig einleuchtenden As Long As We Get By oder dem energischen This House unverblümte Popentwürfe zur Vollendung führt, dürften sich sämtliche Einwände schleichen. Da braucht sich Clara Luzia gar nicht erst auf die Schützenhilfe der Nemesis zu verlassen. Ein starkes Album einer Frau, die ihre Stärken nicht nur aufzubereiten, sondern auch zu bündeln versteht. Auf die Preisgabe von Schwächen lässt sie es auf Here’s To Nemesis wahrlich nicht ankommen.

Nemesis-Tour (nur D-Termine):

15.12. Dresden (Ostpol)
16.12. Stuttgart (Café Galao)
17.12. München (Milla)
25.01. Leipzig (naTo)
26.01. Berlin (Privatclub)
27.01. Hamburg (Kleiner Donner)
28.01. Frankfurt/Main (Das Bett)
30.01. Karlsruhe (Kohi)

claraluzia.com
facebook.com/claraluzia

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