Es war einmal… das Mixtape


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Es ist noch gar nicht lange her, da stand ich vor meiner Klasse, die gerade über verschiedene Musiker recherchierte,als die Frage aufkam: „Was ist denn eigentlich ein Mixtape?“
Mein Grinsen wurde immer breiter und ich legte meinen Kopf schief in den Nacken, wie es sonst nur Zack Braff alias J.D. aus der Serie Scrubs tut. Ich habe schon öfters dran gedacht, dass ich das irgendwann mal meinen Kindern erklären würde. Ich hab mir sogar vor ein paar Jahren extra eine Anlage gekauft, auf der ich wieder meine alten Kassetten abspielen kann! Naja, das waren jetzt nicht meine Kinder, aber trotzdem schwoll meine Brust an und ich erzählte darauf los.

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Wieviele Kassetten landeten wohl in den letzten Jahren im Müll? | von Hmvh (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons

Wieviele Kassetten landeten wohl in den letzten Jahren im Müll? | von Hmvh (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons

Die goldene Zeit des Mixtapes
Ich erzählte von damals, als wir noch vorm Radio warteten, wenn gerade eine Konzert-Übertragung oder auch einfach Sonntagabend die Charts im Radio liefen. Den Zeigefinger schon angespannt auf der Aufnahme-Taste verharrend. Und war es nicht immer so, dass gerade dann der Moderator reinplapperte oder der Jingle des Senders mitten in das Lied reinplärrte, wenn DEIN, ja DEIN absoluter Lielingssong lief? Von damals, als man sich weit mehr Zeit nehmen musste, um seinen Freunden ein ganz persönliches Tape zu mixen, bei dem vielleicht noch irgendwas vermittelt werden sollte.
Von damals. Als der Song einfach nicht weiterlief und Bandsalat aus dem Rekorder quoll. Als man die Bänder aus den Kassettenspielern und Walk-Mans holen musste – natürlich möglichst unversehrt. Man nahm sich den erstbesten Bleistift, wickelte Stück für Stück und ohne Dreher das Band auf.  Von damals, als eine gute Freundin das Uriah Heep-Tape ihres Vaters mit den aktuellen Chartssongs (Ace of Base, Marusha und 2Unlimited) überspielte…und für die Jugend von heute: Nein, es lässt sich nicht rückgängig machen!!!

 

Logo der Kampagne der British Phonographic Industry | von Digitale Allemend [CC-BY-SA-2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons
Logo der Kampagne der British Phonographic Industry | von Digitale Allemend [CC-BY-SA-2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons

Das Tape
Im Jahre 1963 wurde die Compact Cassette von der Firma Philips auf der Berliner Funkausstellung präsentiert. 50 Jahre kennt Deutschland also nun schon dieses Wiedergabemedium. Im Laufe der Jahre wurden dann die Autoradios mit Kassettendeck ausgestattet und Ende der 1970er Jahre gab es dann auch den Walk-Man als portablen Kassettenplayer. Es wurden damals so viele Mixtapes (besonders von der männlichen Bevölkerung für ihre Freundinnen) selbst erstellt, dass die Musikindustrie ernsthafte Bedenken um ihre Existenz hatte. Man befürchtete einen starken Rückgang der Umsätze. Richtig gelesen! Diese Bedenken sind so alt wie die Phonoindustrie. So gab es von der British Phonographic Industry sogar eine Kampagne mit Namen „Home Taping Is Killing Music“.

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Über Corinna Sontopski

Junge Redakteurin, Referentin und Studentin der Kulturwissenschaften aus Fürth, die versucht, ihre Begeisterung für Musik und Konzerte mit dem ganz normalen Alltagswahnsinn unter einen Hut zu bekommen.

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