Interview mit Neil Fallon (Clutch)

„Den Leuten Freude bereiten. Das ist mein Ding“

Egal ob als Stoner, Blues oder prototypisch US-amerikanischer Rock klassifiziert: auf Clutch kann man sich einigen. So auch die Fans in der über-ausverkauften Essigfabrik in Köln. Mit dem mal wieder besonders catchy ausgefallenen Album Psychic Warfare im Anschlag, ansonsten die Ruhe selbst, traf Sänger und Gitarrist Neil Fallon zum Interview ein, bevor es zunächst an die dicken Steaks und anschließend auf die Bühne ging, um der eigenen Fama Genüge zu tun.

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Neil Fallon, Clutch (Stephan Wolf)

Neil Fallon, Clutch (Stephan Wolf)

amusio: „Hi Neil, hier im Backstage verstärkt sich jener Eindruck, der vorhin schon beim Soundcheck deutlich wurde. Bei euch scheint alles absolut top organisiert zu sein und entsprechend nach Plan zu laufen. Alles in Ruhe, alles sehr routiniert. Ein bewusst gewählter Gegensatz zum üblichen Chaos des Rock’n’Roll?“

Neil Fallon: „Ja, so soll das sein. Ich bin zu alt oder zumindest zu faul für das Chaos. Vor zwanzig Jahren war das anders, das kann ich dir verraten. Aber ich mag diese Routine wirklich. Dank ihr kann ich mir meine Energie komplett für die Show aufsparen.“

amusio: „Euer aktuelles Album Psychic Warfare‘ verfügt über ein ausgesprochen offensives Artwork, das man von euch in dieser Form nicht erwarten konnte. Es spricht zudem gewisse Phantasien an, die kontrovers aufgefasst werden könnten…“

Neil Fallon: „In erster Instanz wollten wir ein Artwork, dass sich für ein Backdrop eignet. Das haben wir bekommen. Auf der Bildebene haben wir die Spiritualität eines Engels, daneben diese lächerlich großen Kanonen. Wir wollten aber das Militaristische keinesfalls überbetonen. Es geht, wie auch auf dem Album, mehr um die Psychologie.“

amusio: „Je nach Abstand kann man aber noch was ganz anderes in dem Artwork erkennen, oder?“

Neil Fallon (lacht): Ich glaube zu verstehen. Du bemühst eine betont männliche Interpretation. Nun ja. Aber Ärger gab es tatsächlich, mit Facebook. Als wir mit dem Cover dort werben wollten, wurden wir dazu veranlasst, die Brüste des Engels zu entschärfen. Ich wollte das zunächst nicht glauben. Haben die sie noch alle?! Kaum zu fassen…“

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