Bardus - Stella Porta

Furor Elefantitis

Wenn das Coverartwork nicht direkt auf das Debütalbum von Boston (More Than A Feeling) verweist, gibt es zum Abendmahl gebratenen Storch süßsauer. Davon abgesehen poltern Bardus aus Philadelphia mit ihrem Zweitwerk Stella Porta (Solar Flare/Broken Silence) durch die Menagerie, dass allein der Punch sogar an Meisterwerke wie die von Fetish 69 (Antibody, Purge) rührt. Um nicht mal wieder nur die ollen Melvins zu bemühen.

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Bardus: "Stella Porta" (Solar Flare/Broken Silence)

Bardus: “Stella Porta” (Solar Flare/Broken Silence)

Bardus gehören wohl zu jener Sorte Krachmacher, die es sich kaum leisten können, den tonnenschweren Unimog-Bleifuß im Zaum zu halten. Denn sobald sie sich hin und wieder auf einen eher allzu bedächtigen Aufbau verständigen (Transcendence, der relativ maue Ansatz von Haze) droht die Lust am Ausbruch wie ein vergeigter Abgang zu verbrodeln. Nein, sie sollen, nein, müssen auf die halb Zwölf nordkoreanischer Zeit gehen, um ihrem Wesen Marke Furor Elefantitis Gerechtigkeit angedeihen zu lassen.

Eingestandenermaßen ist diese Qualität an sich noch nichts, was das Ei der Eigenständigkeit pellt. Doch erweisen sich Bardus als viel zu gewichtig und fett muskulös, um noch als Zwischenmahlzeit durchzugehen. Allein Vielfraße oder Allesfresser könnten die gebotene Vollwertkost als diätetischen Snack verkennen. Wer sich jedoch seine Spürnase für stringent bestückte Downtempo-Boliden bewahrt hat, dem vergeht an Stella Porta so schnell auch nicht der Appetit.

facebook.com/BardusMusic
bardus.bandcamp.com

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