Messenger - Threnodies

In aller Bescheidenheit

Auf ihrem dritten Longplayer Threnodies (Inside Out Music/Sony Music) schicken sich die inzwischen als Quintett reüssierenden Londoner an, eine bislang nur gedachte Brücke zwischen Pink Floyd, The Doors und Black Sabbath zu schlagen. Ihre „Jammerlieder“ entpuppen sich dabei als abwechslungsreich gestaltete Querschläger, die sich viel zu fein dafür sind, die mehr oder weniger erklärten Vorbilder (wenn auch nur versuchsweise) abzubilden. Vielmehr verstehen sich sich auf ein Gebräu, das unaufdringlich mundet und einen sanft abperlenden Nachgeschmack hinterlässt.

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Messenger: "Threnodies" (Inside Out Music/Sony Music)

Messenger: “Threnodies” (Inside Out Music/Sony Music)

Insofern stellen Khaled Lowe, Barnaby Maddick und die nach und nach ergänzend hinzugekommenen Kollegen eine bemerkenswerte Besonderheit im weiten Feld vom Progrock üblicher Vollzugsweise dar. Zumal sie es offenbar nicht für notwendig halten, anhand von aufdringlichem Gefrickel ihr Können als Songschreiber und Interpreten mit Blendwerk auszustaffieren.

Es überwiegt eine luzide Lockerheit, in der sie einschmeichelnde Melodien mit dezenter Rhythmik und verblüffend unkonventionell gestalteten Verläufen verknüpfen. Die Atmosphäre pendelt dabei unvermittelt (also: gekonnt montiert) zwischen Euphorie (Balearic Blue) und jener Traurigkeit, die der Titel des Albums nahelegt. An Threnodies gibt es nichts auszusetzen. Es sei denn, mal wollte der Band ihren Gestus der Bescheidenheit zur Last legen.

05.11. Dortmund (FZW/Leafmeal Festival)

messengerbanduk.com
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