Interview & Konzertnachschlag

Matthew And The Atlas in Köln

„Ich bin eher der introvertierte Typ“, stellt sich Matt Hegarty rund eine Stunde vor dem Auftritt als Matthew and the Atlas im Biergarten des YUCA Club zu Köln vor. Er antizipiert somit die Frage, warum seine Songs, vor allem auf dem neuen Album Temple (Communion/Caroline), den Eindruck erwecken, mit angezogener Handbremse zu laufen. „Vielleicht werde ich zukünftig noch mehr aus mir herausgehen, vielleicht sogar mal richtig laut werden. Aber im Moment ist die von mir an den Tag gelegte Zurückhaltung absolut authentisch.“

Administriere bereits ab €0,- Deine Musikschule!

Matt Hegarty, Matthew And The Atlas (Stephan Wolf)

Matt Hegarty, Matthew And The Atlas (Stephan Wolf)

Also spricht Matt, der beteuert, keine Demarkationslinie zwischen Matt Hegarty und Matthew and the Atlas zu ziehen. „Im Vergleich zum Debüt Other Rivers ist Temple noch persönlicher ausgefallen. Aber es fiel mir nicht immer leicht, meine Mitmusiker davon zu überzeugen, dass die Songs keinerlei langwierige Ergänzungen oder Modifikationen bedürfen. Es war ein Versuch, möglichst schnell zu einem aufrichtigen Ergebnis zu gelangen. Aus meiner Sicht ist er gelungen. Ich bin glücklich mit Temple.“

Dabei zeigt er sich weder von dem bemerkenswerten Zuspruch seitens der im YUCA anwesenden Damen jüngeren Alters („ich bin Familienvater, die sind bestimmt nur wegen den Bandmates da, die sind alle viel hübscher als ich“), noch von dem inzwischen etablierten Verweis auf Mumford & Sons irritiert: „Wir sind mit Marcus getourt, da liegt es nahe, in seine Schublade gesteckt zu werden. Aber das ist doch nicht schlimm, zumal ich davon ausgehen darf, dass es Referenzen gibt, die einen übleren Leumund nach sich ziehen“, lacht der Mitdreißiger, dem es offensichtlich große Freude bereitet, seine Musik auch als Headliner präsentieren zu dürfen.

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>