XXV Wave Gotik Treffen Nachlese II

Die subjektive Hitparade

Selbst beim allerbesten Willen kann es kaum gelingen, als rechnerisch mehr als circa 20 Prozent des auf dem WGT an Künstlern Dargebotenen auf den eigenen Erfahrungsschatz zu vereinen. Doch anstatt über diesen Zustand Krokodilstränen zu vergießen oder sich der Chronologie der Ereignisse zu unterwerfen – hier die (persönlichen) Spitzenreiter: 3 aus 230. Gut nur, dass sich die Szene austauscht, sodass wir weiterhin auch über Ereignisse berichten können, die sich der Erfahrung des Schreibenden zwangsläufig entziehen mussten. Angesichts des WGT verkommt das Magazin zum Blog. Na und?!

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(wave-gotik-treffen.de)

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„Auf Platz drei diese Woche“ (Mike Krüger, „ein Lied, das da handelt von einem kleinen Jungen, der heißt Manuel“), wiewohl der Eklat um dem ESC dem Charten simultan eine geopolitische Dimension verleiht, bricht sich die wohlwollende Abstufung Bahn. Keine Instanz mag das Besser oder Schlechter, das Größer, Höher, Weiter beurteilen. Die Grenze zwischen Aufführenden und Empfangenden verschwimmt auf dem WGT zusehends; im Sinne der Gemeinschaft diffundieren Bühne und Auditorium. Unabhängig davon, ob nun Noise Industrial, Pop Noir oder schmutzige Lieder zur Laute geboten werden. Das „schönste Festival der Welt“ erweist sich auch in seiner fünfundzwanzigsten Auflage als Seismograph der musikalischen Ausdrucksvielfalt.

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