Prophecy Fest 2016

Die Höhe in der Höhle

Drei von acht: Joanne Quail, Matt Howden, Tony Wakeford - Sol Invictus (Stephan Wolf)

Drei von acht: Jo Quail, Matt Howden, Tony Wakeford – Sol Invictus (Stephan Wolf)

Dagegen fiel der Auftritt der immer höher gehandelten Alcest geradezu berechenbar aus. Was nicht weiter verwundert, wurde doch das komplette Album Écailles De Lune aufbereitet, vollmundig und vielleicht schon eine Spur zu routiniert. Doch zum spontanen Analysieren bleibt kaum Gelegenheit, denn mit Sol Invictus steht bereits das nächste Highlight unter seinesgleichen in den Startlöchern.

Das Line-up um Nukleus Tony Wakeford begeistert den Fan – und reißt auch eventuell anwesende Novizen mit. Erosgeiger Matt Howden steht nach langen Jahren endlich wieder mit Sol Invictus auf der Bühne. Hinzu gesellen sich, neben der eingespielten Stammformation, noch der speziell für diesen Anlass aus den USA eingeflogene Don Anderson (Agalloch) an der E-Gitarre und die Cellistin Jo Quail. Dass bei diesem Aufgebot die Tontechnik bisweilen nicht ganz mithalten kann, ist absolut entschuldbar. Wie es Tony Wakeford immer wieder gelingt, seine an sich doch recht schlicht gehaltenen Songs derart opulent zu überhöhen, ist und bleibt indes eine Kunst für sich.

Es geht auf ein Uhr zu, es ist die Zeit für Vemod, um mit energetisch heidnischer Partystimmung den offiziellen Teil lautstark ausklingen zu lassen. Doch erst zum Morgengrauen werden die noch munter Beisammensitzenden von der Security höflich darum gebeten, auch das Vorfeld zur Höhle zu räumen. Kaum einer, der sich nicht jetzt schon mit dem Gedanken an das Prophecy Fest 2017 den Abschied versüßt…

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