Jazzmesse “jazzahead!” entert im April Bremen

Die internationale Jazzszene tummelt sich vom 25. bis zum 28. April in Bremen, wenn die „jazzahead!“ die Hansestadt entert. Die Veranstaltung gilt als eine wichtige Fachmesse in Sachen Jazz und gleichzeitig als Kulturfestival. Die Veranstalter haben sich außerdem die Förderung des musikalischen Nachwuchses auf die Fahnen geschrieben. Und es gibt, wie bei vielen Messen, ein Partnerland.

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Indie Punk, Balkan Jazz, Power Klezmer: So beschreibt sich die Band "Malox" selbst - und das ist nicht zu viel versprochen. Sie spielen bei der Israeli Night. Foto: Ben Hertzog

Indie Punk, Balkan Jazz, Power Klezmer: So beschreibt sich die Band “Malox” selbst – und das ist nicht zu viel versprochen. Sie spielen bei der Israeli Night. Foto: Ben Hertzog

So steht in diesem Jahr Israel im Fokus der „jazzahead!“. Deshalb werden die Festtage mit einer „Israeli Night“ am 25. April in Halle 2 und zeitversetzt im Kulturzentrum Schlachthof eingeläutet. Musikalisch können Jazzfreunde einiges erwartet: Von europäischen bis orientalischen Einflüssen, von ruhigen Klängen bis hin zu Punkrock-Jazz, von Newcomern bis hin zu international bekannten Künstlern – sieben Bands und Formationen demonstrieren die stilistisch breit aufgestellte israelische Jazzszene mit einem bunten Mix.

Dass Israel nicht nur eine lebendige und aufregende Musikszene hat, spiegelt sich im Rahmenprogramm der „jazzahead!“. Zusammen mit unterschiedlichen Kultureinrichtungen finden Ausstellungen, Lesungen, Performances, Tanzkunst und vieles mehr statt.
Die Zeiten des Aufbaus Israels und die Jahre danach dokumentieren die Fotografien Rudi Weissensteins. Mit über einer Million Negativen hat er das visuelle Gedächtnis seines Landes geschaffen und wurde zu einem der bedeutendsten Chronisten Israels. Einen Ausschnitt aus Weissensteins künstlerischen Schaffen wird bis zum 25. April in der Ausstellung „Ihr Glücklichen Augen“ in der Bremischen Bürgerschaft gezeigt.

Und auch Bremens Partnerstadt Haifa wird im Rahmenprogramm vertreten sein: durch das Streetart-Kollektiv Broken Fingaz. Die Graffitis und farbenfrohen Wandgemälde der auch als Designer gefragten Künstler zieren Clubs und öffentliche Plätze weltweit – und bald auch in Bremen: Die Broken Fingaz werden vom 14. bis zum 28. April Flächen in der Hansestadt gestalten. Zuerst wird ein mobiler Shop auf dem Gelände der Schwenkhalle mit ihrer Streetart verziert und im Anschluss ein Stück der Kaimauer direkt an der Weser.

Jazz mit klassischem Hintergrund: Das Zoe Rahman Quartett spielt beim European Jazz Meeting. Foto: Pressefoto

Jazz mit klassischem Hintergrund: Das Zoe Rahman Quartett spielt beim European Jazz Meeting. Foto: Pressefoto

Höhepunkt des musikalischen Rahmenprogramms ist das Galakonzert im Bremer Konzerthaus „Die Glocke“. Am 26. April tritt dort mit Avishai Cohen ein international erfolgreicher Kontrabassist mit seinem Trio auf. Avishai Cohen gehört zu einer neuen Generation israelischer Musiker, die – obwohl sie es in New York geschafft haben – eine enge Beziehung zu Israel und der dortigen lebendigen Szene halten. Sein aktuelles Programm heißt „Seven Seas“ und ist ein Streifzug durch andalusische und nordafrikanische Jazztraditionen.

Ein Ziel der „jazzahead!“ ist es außerdem, den musikalischen Nachwuchs zu fördern. Hierfür bietet die German Jazz Expo genau die richtige Plattform – denn sie stellt ein bundesweites Forum zur Vernetzung im In- und Ausland dar. Zentrales Element sind die Showcase-Konzerte, die einen Überblick über aktuelle Produktionen verschaffen.

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Über Marie-Chantal Tajdel

Über Marie-Chantal Tajdel: Freie Journalistin/Autorin. Tätig für verschiedene Tages- und Wochenzeitungen in Norddeutschland. Vorlieben: Querbeet von Klassik und Barock über Oper und Chormusik bis zu Alternative, Punk Rock und Metall - nur handgemacht muss die Musik sein. Außerdem eine Liebe zu Kunst, Literatur, Theater - und fürs Segeln.

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