Interview mit Luke Elliot

„Heiße Luft allein bringt mir nichts“

Von Norwegen aus widmet sich der New Yorker Newcomer-Crooner Luke Elliot seinem Unterfangen, auf kurz oder lang zu den Granden US-amerikanisch getünchter Singer/Songwriter-Traditionen aufzuschließen. Aber natürlich auf seine ganz eigene Art, die er im Blue Shell zu Köln in uneingeschränkt beeindruckender Weise zum – Stand heute – Besten gibt. Mit Stimme und Seele gleichermaßen gesegnet (und von einer fantastisch aufspielenden Band aus lauter Norwegern begleitet), erobert er die Herzen der Anwesenden – von denen ihn nicht wenige noch von seinen Auftritten als Support von Sivert Hoyem in bester Erinnerung behalten hatten – im Sturm: Im Sturm großer Gefühle und kleiner (aber höchst effektiver) Gesten. Im kurzfristig anberaumten Gespräch erweist sich Luke Elliot als bedingungsloser Überzeugungstäter, der es nicht zuletzt versteht, aus diversen Widrigkeiten praktikable Lehren zu ziehen.

Administriere bereits ab €0,- Deine Musikschule!

Luke Elliot (Stephan Wolf)

Luke Elliot (Stephan Wolf)

amusio: „Hi Luke, wie war es gestern in Hamburg? Ist der Tour-Auftakt zu deiner Zufriedenheit verlaufen?“

Luke Elliot: „Absolut, es war ein gelungener Abend in einer fantastischen Location [Prinzenbar]. Ich muss dazu sagen, dass Hamburg für mich fast schon eine Art Heimspiel war. Ich kenne die Stadt und habe letztes Jahr dort, noch bevor es mit Sivert auf Tour ging, einige Wochen verbracht. Und mich von Hamburg zu einer ganzen Reihe neuer Songs inspirieren lassen.“

amusio: „Wobei man indes Norwegen als deine zweite Heimat bezeichnen könnte. Dort ist dein Album Dressed For The Occasion erschienen, dort bist du mit Trouble in die Charts eingestiegen. Und nun tourst du mit einer norwegischen Band. Und das alles nahm tatsächlich seinen Anfang mit einem Interview?“

Luke Elliot: „Ja, genau so war es. Christa Shaub brachte mich in New York mit einem in Norwegen äußerst einflussreichen Musik-Journalisten zusammen. Und so ging es los, inklusive dem Signing beim norwegischem Label Indie Recordings. Sowie dem Kontakt zu Sivert Hoyem.“

amusio: „Lässt sich diese norwegische Erfolgsgeschichte auf andere Länder übertragen?“

Luke Elliot: „Ich weiß, dass es sich bei Norwegen um ein verhältnismäßig kleines Land handelt. Und sich die dort gesammelten Erfahrungen wohl nur bedingt auf andere Länder und deren Märkte übertragen lassen. Aber weil es bisher recht gut funktioniert hat und ich noch kaum über Vergleichsmöglichkeiten verfüge, versuche ich natürlich, dass norwegische Modell bis zu einem gewissen Grad auch woanders durchzuziehen. Aber ich bin mir darüber im Klaren, dass woanders ein ganz anderer Wind weht und die Konkurrenz eine wesentlich größere ist.“

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>