Interview mit Justin Furstenfeld (Blue October)

„Das Glück als langweilig zu erachten, empfinde ich als künstlerisches Armutszeugnis“

In genau zwei Wochen beginnt in Köln die vierhebige Deutschland-Tour der texanischen Emotionsakrobaten Blue October. Eine willkommene Gelegenheit, um sich bei Sänger, Vordenker und -fühler Justin Furstenfeld einmal nach seinem werten Empfinden zu erkundigen, um das es ja recht gut bestellt sein sollte, so man das aktuelle Album Home samt seinem Hang zur eingestandenen Lebensfreude zum Maßstab nimmt. Es geht also ums Glück, um Musik – und nur am Rande um Politik und Madonna.

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Justin Furstenfeld, Blue October (facebook.com/blueoctober)

Justin Furstenfeld, Blue October (facebook.com/blueoctober)

amusio: „Hi Justin, wie geht es dir?“

Justin Furstenfeld: „Fantastisch. Ich bin dieser Tage mal wieder viel unterwegs. Gestern noch war ich in Illinois, um mir ein neues Tattoo stechen zu lassen. Morgen steht dann in Houston die Videopremiere von Coal Makes Diamonds an. Ach ja, und heute Abend spielen wir eine Show hier in Tennessee. Wie du hören kannst, begleiten mich meine Kinder. Mit denen werde ich gleich noch in den Zoo gehen. Ich denke, das ist ein gutes Vorhaben, um die Zeit bis zur Show zu nutzen.“

amusio: „Ganz bestimmt. Kannst du mir noch etwas zu deinem neuen Tattoo erzählen?“

Justin Furstenfeld: „Das ist mein Sohn, er ist jetzt zehn Monate alt, in jener traditionell amerikanischen Art gestochen, die ich so sehr mag. Du kannst es gerne zur Illustration unseres Gesprächs verwenden.“

amusio: „Wird gemacht. Nun stehen jeweils vier Shows in UK und Deutschland an, bevor eure Tour in den Staaten fortgesetzt wird. Warum bleibt ihr nicht länger in Europa oder beehrt weitere Kontinente?“

Justin Furstenfeld: „Wenn es nach mir ginge, würde ich überall spielen. So ich es mir leisten könnte. Wir sind mit einem Team von zehn Leuten unterwegs, das ist nun einmal verdammt kostspielig. Wenn wir den Break-Even erreichen, ist das keine Selbstverständlichkeit. Nur weil einen die Leute kennen und mögen, verkaufst du nicht überall aus dem Stand heraus hunderte von Tickets, mit denen sich die Unkosten decken ließen. Das ist schade, ändert aber nichts daran, dass ich im Grundsatz kein Land der Welt ausschließen würde, wenn es sich ermöglichen ließe, dort aufzutreten.“

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