Interview mit Esteban J. Girón (Exquirla / Toundra)

„Flamenco-Traditionalisten dürften das Album hassen“

Die asturische Postrock-Band Toundra tat sich mit dem Flamenco-Sänger Paco Niño de Elche zusammen, um als Exquirla mit dem Album Para Quienes Aún Viven (Superball Music/Sony Music) den Nachweis zu erbringen, dass sich zwei Musiktraditionen annähern können, ohne dabei den jeweiligen Ausdruck zu nivellieren. Um jene Hintergründe zu klären, die Para Quienes Aún Viven zu einem Ausbund der – freilich gewöhnungsbedürftigen – emotionalen Stimmigkeit gemacht haben, wurden wir bei Gitarrist Esteban J. Girón vorstellig, der das Phänomenale in aller Bescheidenheit erläutert.

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Esteban J. Girón (1. v. l.), Exquirla (Superball Music/Sony Music)

Esteban J. Girón (1. v. l.), Exquirla (Superball Music/Sony Music)

amusio: „Hola Esteban, stellt sich in Anbetracht des beeindruckenden Ergebnisses nicht die Frage, warum ihr es nicht bereits früher einmal gewagt habt, eine Verbindung mit dem Flamenco einzugehen? Oder hat euch erst das gemeinsame Konzert als Toundra mit Paco Niño de Elche auf dem Mondosonoro-Festival von der Tragfähigkeit dieses Mergers überzeugt?“

Esteban J. Girón: „Ob wir es bereits zu einem früheren Zeitpunkt derart schlüssig hinbekommen hätten, wird wohl auf immer nur Vermutung bleiben. Fest steht jedoch, dass uns der Gedanke an einen Aufgriff der Flamenco-Musik in unsere eigenen kreativen Prozesse schon seit jeher gereizt hat. Darum sind wir nun rundum glücklich, dass es uns nun gelungen ist, mit Paco Niño de Elche zu kollaborieren. Als ich ihn im Rahmen eines Festivals traf, brauchte es zunächst mal ein ein paar Bierchen, um das Eis zu brechen und um dem Mut zu besitzen, ihn auf eine Zusammenarbeit anzusprechen (lacht). Etliche Skyper und Mails später stand dann fest, dass wir es gemeinsam angehen würden. Eine Band gründen, ein Album aufnehmen. Unser erster gemeinsamer Auftritt auf dem Mondosonoro war dann sozusagen der Startschuss für die sehr intensive Arbeitsphase, aus der nun Para Quienes Aún Viven hervorgegangen ist.“

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