Me And That Man mit Debütalbum & Tour

Hauptsache Spaß

Das Problem mangelnder Glaubwürdigkeit braucht Nergal nicht zu bekümmern. Wer wie er in über 25 Jahren – mit Behemoth – Polen auf der Black/Death Metal-Landkarte etablierte, bürgt quasi für eine Integrität, die kaum Zweifel darüber zulässt, dass er mit seiner Hinwendung zu gleichermaßen reduziertem wie atmosphärisch düsterem Country/Folk/Blues-Songwriting – irgendwo zwischen Cave, Cash, Cohen, Waits und Wovenhand – keine Jota vom Pfad der Authentizität abweicht. An der Seite von John Porter (Ex-Maanam, Ehe- und Spannmann von Anita Lipnicka) präzisiert Nergal als Me And That Man auf Songs Of Love And Death (Cooking Vinyl/Sony Music) seine lang gehegten Vorstellungen gepflegt verruchter und gerne auch mal morbider Art-Americana. Eine Woche nach der Veröffentlichung geht es mit diesem Pfund im Nacken auf Tour.

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Me And That Man: "Songs Of Love And Death" (Cooking Vinyl/Sony Music)

Me And That Man: “Songs Of Love And Death” (Cooking Vinyl/Sony Music)

Auch das offensichtlich Klischee-Behaftete – Album- und Songtitel sprechen in dieser Hinsicht Bände – tut der Unternehmung keinen Abbruch. Wer auf Desillusionsromantik partout nicht versessen ist, der wird auch mit Me And That Man nicht ins gefühlt allerletzte Abendrot reiten wollen. Und ob auf der Tour Kuttenträger im Publikum zu sichten sein werden, erweist sich hingegen als eine durchaus spannende Frage. Nergal erweckt zumindest nicht den Eindruck, mit seinem neuen Betätigungsfeld ausschließlich hermetisch gefestigte Zielgruppen ansprechen zu wollen.

Vielmehr wird angesichts des bei weitem nicht bloß im Sinne stilistischer Souveränität überzeugenden Debütalbum deutlich, dass sich hier ein gestandener Musiker – fairerweise und genauer: zwei gestandene Musiker eines Ausdrucks bemächtigen, der von Herzen kommt. Eventuell auch von Nieren und Leber(n). Doch sei nichts Persönliches unterstellt, so doch die Kunstform „Song“ klar zu fokussieren ist. Und dabei erweisen sich Me And That Man als „fun driven“ – von einem Spaß, der sich aufs Publikum problemlos übertragen sollte. Darauf einen Whisky to go.

My Church Is Black:
youtube.com/watch?v=4XBB8CNHs4U

Cross My Heart And Hope To Die:
youtube.com/watch?v=NOZe8Ubfa3w

Ain’t Much Loving:
youtube.com/watch?v=gPsvPve7nNU

31.03. Köln (Luxor)
01.04. Frankfurt/Main (Zoom)
02.04. CH-Zürich (Klub Komplex)
04.04. A-Wien (B 72)
05.04. München (Backstage)
06.04. Berlin (Frannz Club)

meandthatman.com
facebook.com/meandthatman

(menadthatman.com/Kingstar Music)

(menadthatman.com/Kingstar Music)

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