Satoshi Takeishi - Premonition

Gut gegen Paranoia

Obwohl Satoshi Takeishi im Laufe seines seit über dreißig Jahren währenden Musiker-Daseins kaum ein Genre ausgelassen hat, um auf dessen Essenz zu stoßen, begegnet er der rein elektronischen Musik mit höchstem Respekt. So bedurfte es der Lektüre von Kafkas Prozess um sich hinreichend inspiriert zu wähnen, mit Premonition (Clang/A-Musik) ein Album einzuspielen, das in technischer Hinsicht ausschließlich vom Processing lebt.

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Satoshi Takeishi: "Premonition" (Clang/A-Musik)

Satoshi Takeishi: “Premonition” (Clang/A-Musik)

Und dabei doch viel von Satoshi Takeishi als Musiker und Menschen offenbart. Denn die Mittel, derer er sich bedient, sind ihm immer Mittel zum Zweck. Medien des performativ-persönlichen Ausdrucks. In diesem Sinne betont der Wahl-New Yorker seine vorab bereits sehr konkrete Vorstellung, wie sein Album in Anlehnung an das verstörende Meisterwerk der Weltliteratur klingen sollte, um den eigenen Anspruch gerecht zu werden.

Dass Moog MF 102 und Co. seiner Intention Folge geleistet haben – und ihn nicht umgekehrt zu unabsehbaren Ergebnissen verleiten konnten – ist dem Ergebnis mit jeder Modulation, jedem Zutun, anzuhören. Dabei lenkt Satoshi Takeishi das enervierende Environment der Vorlage in erstaunlich unterhaltsame Bahnen. Vorausgesetzt, der Sinn für diffus-absurde Bedrohungsszenarien hat sich angesichts realer Schrecken längst ins Fiktionale zurück verflüchtigen können.

clang.cl/satoshi-takeishi

dense.de

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