Vilde&Inga - Silfr

Ersuchung von Kapazitäten

Die Verflechtung von melodischer Euphorie und ihrer eher tiefgründigen Infragestellung gelingt dem norwegischen Duo Vilde Sandve Alnaes und Inga Margarete Ass, Geige und Bass, auf niederschmetternd ergreifende Art. Silfr (eine weitere überaus bemerkenswerte Veröffentlichung des Hauses Sofa, sowie der Nachfolger zu Makrofauna, dem 2014 via EMC veröffentlichen Erstlings von Vilde&Inga) leitet von dem Verdacht einer Orchesterprobe binnen Bruchteilen von Sekunden in eine Welt, die wir alle kennen sollten, wiewohl wir uns ihr stets zu entziehen trachten. Oder uns diesen Entzug zumindest zumuten.

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Vilde&Inga: "Silfr" (SOFA)

Vilde&Inga: “Silfr” (SOFA)

Das im Verlauf des Albums prominenter werdende Schachern am Holz der Instrumente (so circa ab Rokwarts) birgt eine Melancholie ohne Sentimentalität. In moll sediert, in der Exaktheit des Forschens nach Klang und Bedingung sich aufschwingend – zur Erlebniskapazität. Man bekommt Angst, sich das Siechen nach Silfr vorzustellen, noch während die beiden Protagonistinnen Magie ersuchen.

Einer Magie, die sich wiederum nicht zwischen Freude und Depression entscheidet. Weil Vilde&Inga ihrer Orientierung an mineralischen-urarchaischen Gegebenheiten (Karbontiden) den Wert des Herzbluts entgegenzusetzen verstehen. So auch die Atmung ab und an dazu drängt, sich zwischenzeitlich der Aussetzung zu widmen.

facebook.com/vildeinga

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