Below The Sun - Alien World

Solaris 3

Aus Krasnojarsk, einer Millionenstadt im tiefsten Sibirien, stammen Below The Sun, die nach einem bemerkenswerten Debüt (Envoy) mit Alien World (Temple Of Torturous/Cargo) ein Zweitwerk vorlegen, das mithilfe seiner stilistischen Bandbreite Spannungsbögen baut, wie sie allenfalls den feuchtesten Träumen eines jeden Post-Metallers entspringen dürften. Wie die gelegentlichen Maskenträger brutale Härte auf melodisch entrückte Sensibilitäten prallen lassen, Doom-Elemente mit denen Floydischer Prägung vereinen und dabei nicht für einen Augenblick die erzählerische Stringenz schleifen lassen, verdient höchste Anerkennung.

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Below The Sun: "Alien World" (Temple Of Torturous/Cargo)

Below The Sun: “Alien World” (Temple Of Torturous/Cargo)

Zumindest bei all jenen, die beim Bandnamen Isis eher an Metal als an Synthpop denken. Sachgemäß lose an Solaris, dem berühmten Roman von Stanislaw Lem sowie der kongenialen Verfilmung von Andrei Tarkowski, orientiert, gelingt den Russen die Verkehrung von Erfahrung und Wahrnehmung: Was hier unerbittlich hart dünkt, erweist sich als flehende Anrufung des Guten, Schönen und Baren, während allgemein genehmere Passagen lediglich das Trittbrett für den wahren Horror der Erkenntnis bieten.

Extrem dicht verwoben, hochgradig einfühlsam komponiert und en detail durchdacht, erhebt sich mit Alien World ein Album, das seinen generischen Titel endlich seiner (wenn auch nur scheinbar) wahren Bedeutung überführt. Kommt in seinem Genre direkt auf die Jahresbestenliste!

facebook.com/BelowTheSunBand

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