Wave Gotik Treffen XXVI - Ausblicke (11)

Lea Porcelain – Vom Berghain zum Volkspalast

Julien Bracht und Markus Nikolaus werden als Lea Porcelain bereits heute als die herausragendsten Newcomer des Jahres gehandelt. So auch ihr formidables Debütalbum Hymns To The Night (Lea Porcelain Records/Rough Trade) erst am 16. Juni offiziell erhältlich sein wird, kursieren längst nicht nur Gerüchte hinsichtlich dessen umwerfender Qualität gänzlich eigener Art. Es hat sich auch längst herumgesprochen, dass das ursprünglich aus Offenbach stammende Duo auch live zu überzeugen weiß. Die Einladung zum diesjährigen WGT erscheint somit kaum noch als Überraschung. Vielmehr als eine weitere Sensation, für die sich Lea Porcelain am vergangenen Sonntag in der ausverkauften Kantine Berghain ordentlich warm spielten.

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Am lauheißen Sommerabend zu Berlin präsentieren Lea Porcelain – an Bass und Schlagzeug personell verstärkt – das imperativ ergreifende Material ihres Debütalbums, dessen durchweg atmosphärisch vollmundige und strukturell zündende Songs dem in freudiger Erregung anwesenden Publikum teilweise bereits geläufig scheinen. Was nicht wundert, so sich Julien Bracht und Markus Nikolaus im Vorfeld der Veröffentlichung die Strategie der Anfütterung zunutze gemacht haben. Symptomatische Hammer-Tracks wie Bones oder Warsaw Street kursieren samt Videos bereits seit geraumer Zeit im Netz.

Lea ... (Stephan Wolf)

Lea … (Stephan Wolf)

Doch bedarf es nicht der vorherigen Kenntnis, um diesem hochgradig autonomen Mix aus Sound und Stil ad hoc zu erliegen. Auf Basis eines gesunden Verständnisses von Post-Punk, Gitarren-Wave sowie sachdienlicher Electronica zelebrieren Lea Porcelain euphorisch veranlagtes Depro-Pathos – heißkalt, manisch-depressiv. Es mag zwar ziemlich vielleicht bei Joy Division et al einst seinen geistigen Anfang genommen haben, doch Lea Porcelain erwecken den Eindruck, als wollten sie mit ihrem fabelhaft exerzierten Eklektizismus die ganze Welt umarmen.

... Porcelain (Stephan Wolf)

… Porcelain (Stephan Wolf)

Diese Klang und Song gewordene Empathie setzt sich in der Kantine Berghain mit sofortiger Wirkung durch. Weder Band noch Auditorium benötigen eine Anlaufphase. Es brodelt, zischt und drückt, ja lastet mitunter schwer. Doch die Erlösung liefern die Tracks verlässlich mit – mal mehr, mal weniger unterschwellig.

So agieren Musiker, deren Vision zur Realität geworden ist. Und die sich anschicken, den Elan der Begeisterung des Berliner Events aufs WGT zu transferieren.

Lea Porcelain spielen am Sonntag um 16 Uhr im Volkspalast – Kuppelhalle.

A Year From Here:
youtube.com/watch?v=8jcNM9XOgto

Warsaw Street:
youtube.com/watch?v=8uVko1gjgLM

Bones:
youtube.com/watch?v=21rICVxMpRo

Remember:
youtube.com/watch?v=zLVf8qp17y4

17.06. Augsburg (Modular Festival)

leaporcelain.com
facebook.com/leaporcelainofficial

 

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