Interview mit Andreas Dorau

„Ich bevorzuge es knackig“

Andreas Dorau: "Die Liebe und der Ärger der Anderen" (Staatsakt/Caroline International)

Andreas Dorau: “Die Liebe und der Ärger der Anderen” (Staatsakt/Caroline International)

amusio: „Die Liste deiner Zuarbeiter, – sei es als Autoren, sei es als Produzenten – ist ähnlich lang wie das Tracklisting geraten. Hat sich die auch Gewichtung der jeweiligen Anteile am Endprodukt jeweils verschoben?“

Andreas Dorau: „Das war immer unterschiedlich, und das wollte ich auch so. Nachdem ich zuvor im Band-Kontext gearbeitet hatte, sollte das Album wieder individueller, abwechslungsreicher und vor allem auch wieder elektronischer werden. Von letzterem bin ich jedoch wieder abgewichen, wandere auf Die Liebe und der Ärger der Anderen zwischen Elektronik und Akustik hin und her.“

amusio: „Fürchte, ich habe diesen Doppelalbumtitel bewusst falsch verstanden. Als Liebe im Gegensatz zum Ärger …“

Andreas Dorau: „Nein, es geht um Liebe und Ärger. Im Anschluss an mein Buch mit Sven Regner [Ärger mit der Unsterblichkeit] war ich meiner eigenen Person überdrüssig geworden. Andere Menschen haben doch auch interessante Geschichten, dachte ich mir. Und bediente mich an den Erlebnissen anderer Leute, mal persönlich bekannt, mal angelesen. Ich wollte allgemeingültige Themen anhand von Einzelschicksalen verhandeln. Dabei sollte es zunächst nur um den Ärger gehen. Doch dann kristallisierte sich die Liebe als dominanteres Thema zum Ärgern heraus.“

amusio: „Entweder die Liebe oder der Ärger?“

Andreas Dorau: „Genau! Die Songs sollten entweder von der Liebe oder dem Ärger handeln. Jedoch keine Liebeslieder ergeben. Die Liebe ist jenes beliebteste Reizthema, dem ich mich neutral nähern wollte.“

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>