Interview mit Andreas Dorau

„Ich bevorzuge es knackig“

Andreas Dorau (Gabriele Summen)

Andreas Dorau (Gabriele Summen)

amusio: „Also die Idee vom besten Gitarrenspieler mit nur einem Arm. Nun denn. Ein durchgängiger Flow will sich auf deinem Doppelalbum auch nicht einstellen. War das beabsichtigt?“

Andreas Dorau: „Der Ablauf erwies sich als schwierig. Und wurde schließlich irgendwie erfummelt. Ich wollte weder lange Bögen, noch eine völlige Zerfahrenheit. Und erst recht nicht – so ganz blöd – Die Liebe und der Ärger der Anderen in zwei Teile aufgliedern. Also in einen Dance- und einen Popteil. Oder in eine Scheibe Liebe und eine Scheibe Ärger. Ich wollte aber, dass sich eher textlastige Tracks mit reduktiv-repetitiven Stücken abwechseln. Einer schematischen Ordnung wollte ich bewusst aus dem Weg gehen.“

amusio: „Das ist dir gelungen. Und nun soll dir der Charts-Einstieg gelingen. Oder ist dieses erklärte Ziel vielleicht doch nur als eine Art ironisierendes Spiel mit der Charts-Relevanz zu verstehen?“

Andreas Dorau: „Keineswegs, das meine ich völlig ernst. Weil es mich ärgert, immer genügend Einheiten an den Mann oder die Frau gebracht zu haben, um in die Charts zu gelangen. Doch dafür stets einen zu langen Zeitraum benötigte. Auch darum das Doppelalbum, denn es zählt ja doppelt. Darum auch der Veröffentlichungstermin im Juli, wo vergleichsweise wenig Konkurrenz herrscht.“

amusio: „Wird es, um den Erfolg der Mission nicht zu gefährden, auch keine Auskopplungen geben, hinter denen das Interesse am Album zurückfallen könnte?“

Andreas Dorau: „Jedenfalls keine haptische Auskopplung. Zu Ossi mit Schwan wird es ein Video geben. Und dann noch welche im Juli. Zu Liebe macht keinen Sinn und Liebe kaputt. Aber da bin ich eher indifferent und gebe mich keinen Illusionen hin. Du hast nur einen Aufschlag. Wir können es uns jedenfalls nicht leisten, das Album auf die lange Strecke zu promoten.“

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