Interview mit Josin

„Musik ist die treibende Kraft in meinem Leben“

Als wir zum Interview zusammenfinden, herrschen nicht nur im Markgräflerland, wo sich Josin seit einiger Zeit niedergelassen hat, tropische Temperaturen. Doch diese schweißtreibenden Umstände können ihr, die sie mit dem recht düsteren, mal karg, mal opulent ausgestatteten Electro-Chanson ihrer Debüt-EP Epilogue (Dumont Dumont/Rough Trade) auf Anhieb reichlich Aufsehen erregen konnte, kaum die Lust nehmen, sich ausführlich darüber zu unterhalten, wie sie wurde, was sie ist. Und wie es mit ihr – als eine der vielversprechendsten Musikerinnen dieser Tage – weitergehen soll.

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JOSIN (facebook.com/josinmusic)

JOSIN (facebook.com/josinmusic)

amusio: „Hallo Josin, zunächst mal ein Blick zurück: Wie ist es dir letztes Wochenende auf dem Maifeld Derby zu Mannheim ergangen?“

Josin: „Ganz ausgezeichnet. Ich war total baff, dass so viele Leute zu meinem Konzert geströmt und bis zum Schluss geblieben sind. Gerade auch hinsichtlich einer für die beteiligten Bands oftmals brutalen Festival-Situation, bei der das Publikum die Qual der Wahl genießt. Wenn sich die Leute dann offenbar bewusst dafür entscheiden, dem eigenen Auftritt beizuwohnen, ist das schon eine sehr schöne Angelegenheit. Für mich war es also ein perfekter Abschluss meiner Live-Aktivitäten, bevor ich mich fortan wieder ins Studio zurückziehe, um an meinem Debütalbum zu arbeiten.“

amusio: „Ermuntern dich dabei nicht auch die Reaktionen auf deine EP?“

Josin: „Das empfinde ich eher etwas zwiespältig. Gemeinsam mit meinen Label verfolge ich eine Informationspolitik, die beherzigt, dass ich prinzipiell gar nicht so viel Feedback erhalten, oder zumindest davon nicht überhäuft werden möchte. Um Missverständnissen vorzubeugen: Man soll nicht in Watte packen. Und ich genieße sicher auch positive Reaktionen, wie etwa die persönliche Anerkennung durch den Moderator eines Radioplay in Kalifornien, den ich bestreiten durfte. Dennoch empfinde ich Feedback noch als seltsam. Ich habe schon seit Jahren meine Musik auf Youtube hochgeladen, ohne mich dabei mit irgendwem abzustimmen. Eben weil es mir nie sonderlich wichtig war, ob oder wie viele Leute es mögen. Wenn ich nun zu sehr daran interessiert wäre, wie es läuft, könnte dies wiederum meiner nach wie vor kaum vorhandenen Erwartungshaltung zuwiderlaufen.“

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