Bedouine - Bedouine

Himmlisch, nicht von dort gefallen

 

Bedouine: "Bedouine" (Spacebomb Records/Caroline International)

Bedouine: “Bedouine” (Spacebomb Records/Caroline International)

Azniv Korkejian, als Armenierin in Aleppo zur Welt gekommen, in Saudi Arabien aufgewachsen und gemeinsam mit ihren Eltern per Green Card letztlich nach Kalifornien gelangt, verzaubert auf ihrem autonom betitelten Debütalbum Bedouine (Spacebomb Records/Caroline International) mit einem prägnant vom analogen Sound der siebziger Jahre determinierten Dream-Americana-Entwurf. Und zwar so ausnahmslos und dermaßen, dass es mal wieder an der Zeit ist, von einer Sensation zu sprechen, die scheinbar vom Abendrot-Himmel kommend, sanft auf Erden gelandet ist.

So man nicht wüsste, dass Bedouine von ganz woanders her stammt. Doch nichts könnte den heutigen Zuständen ihres Geburtsorts ferner liegen, als dieses schwelgerische, gerne auch mal dezent melancholische, vor allem aber gänzlich nostalgisch veranlagte Großereignis. Ferner legt die Bedouine zugrundeliegende Eleganz aus der Spacebomb-Quelle zu Richmond (Matthew E. White als Produzent, Trey Pollard als Arrangeur) nahe, dass sich hier wirklich nichts dem Zufall verdankt. So sehr das Album auch den Gedanken an ein kleines Wunder nicht abstreifen lässt.

Die getragene Opulenz amalgamiert präzise mit der bei aller Sanftheit stets klar akzentuierten Stimme der Azniv Korkejian. Und macht ihr Debüt nicht zuletzt auch zu einer dringenden Empfehlung für alle, denen das neue Lana Del Rey-Album zu feuchtfröhlich ausgefallen ist.

One Of These Days:
youtube.com/watch?v=6p-OFHW5WGA

bedouinemusic.com
facebook.com/BedouineMusic

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