Greg Fox - The Gradual Progression

Inspiration zuhauf, Information kaum minder

Greg Fox: "The Gradual Procession" (RVNGNL)

Greg Fox: “The Gradual Procession” (RVNGNL)

Informationsüberflutungsalarm – allein schon der Rezensionen vorwegnehmende Aufkleber, der das Label (RVNGNL) The Gradual Procession hat angedeihen lassen, entmutigt – im Sinne eines herzhaft verkopften Produkts, das sich der Verbalisierung doch nach Kräften entzieht. Greg Fox erweist sich erneut als Meister des inneren Verquerung, steuert ein ums andere Mal gefährlich in die Post-Freejazz-Ecke, um mit freier Denke zu brüskieren. Klingt wie das Siechtum von Rauke im Kühlschrank. Im Zeitraffer. The Gradual Procession.

Ist denn nicht alles im Grunde Perkussion? Die phasenweise extrem melodisch fixierten Passagen können und wollen dieser Unterstellung letztlich doch nur zustimmen. Wenn Schlagzeuger Alben machen, treibt die Vorhersehbarkeit oft schönste Blüten. Greg Fox widersagt indes der Masturbation. Und lässt sich ereignen, was vermutlich schon seit Menschengedenken im Hohlraum des musischen Weltgeists schlummerte.

Die Präzision, mit der hier agiert wird, mag erschrecken. Doch wird sie erträglich, da sie, anders als uns das die Liner Notes glauben machen wollen, den Odem der Freiheit atmet. Und somit zu einem Modus der Kontrolle, die erlöst – anstatt zu boykottieren. The Gradual Procession sollte im Formatradio laufen. Vielleicht ginge dann dem ein oder anderen ein Lichtlein auf. Immerhin gibt es Inspiration zuhauf. Greg Fox geizt nicht. Zugreifen!

gregfox.bandcamp.com
infinitelimbs.com

dense.de

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