Köln, Philharmonie, 21. Oktober

Francesco Tristano & Moritz von Oswald

Francesco Tristano (Aymeric Giraudel)

Francesco Tristano (Aymeric Giraudel)

Mit Piano Circle Songs (Sony Classical) eröffnete Francesco Tristano sich selbst und seinen Hörern unlängst einen herbstlich anmutenden Zugang zu reduzierter Intimität. Umso erstaunlicher, dass er anlässlich seines Konzerts in der Kölner Philharmonie – elf Tage nach seinem Konzert mit Carl Craig zu Rom (A Symphony Of Techno) – den weltweit geschätzten Klangforscher, Ex-Palais Schaumburg-Drummer (und Intimus von – Carl Craig) Moritz von Oswald zu einem musikalischen Austausch einlädt, der vermutlich dem an sich gediegenen Material seiner aktuellen Veröffentlichung die ein oder andere Irritation zukommen lässt.

Aber: Wer will schon Prognosen erstellen, so sich die beiden Handelnden darauf verständigt haben, (auch) der Improvisation freien Lauf lassen zu wollen? Analog. Digital. Piano und Rechner. So werden womöglich ad hoc Spannungsbögen konstruiert, die den Piano Circle Songs eventuell – so man sie von der Konserve her kennt – kaum zuzumuten wären.

Selbst der um wagemutige Kooperationen ohnehin kaum verlegene Francesco Tristano mag nicht allzu genau abzuschätzen können, welch reizvolle Risiken er mit seinem für das Konzertereignis in der Kölner Philharmonie erwählten Spannmann eingeht. Alle Anwesenden werden also Zeugen von ungeahnt Verklingendem. Bei aller Disziplin der ursächlichen Kompositionen: spontane Kreativität.

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