Shadow Ray - Eyes, Gleaming Through The Dark

Tantrarochen

Shadow Ray: "Eyes, Gleaming Through The Dark" (Rillbar/Rillbar)

Shadow Ray: “Eyes, Gleaming Through The Dark” (Rillbar/Rillbar)

Der Kopenhagener Anders Holst ist ein umtriebiger Gesell: Nach Jahren der geradezu zahllosen Kooperationen in der lokalen Szene, schickt er sich dieser Tage gleich mit mehreren Projekten – wie etwa dem Gitarren-Sextett Cirklen, dem Many-Media-Ensemble Bog Bodies oder dem Tête-à-Tête mit Mads Emil Nielsen – an, erneut Neuland zu gewinnen. So auch mit Shadow Ray, – einem autogam entstanden Baby, das Papa Anders in erlesenen Electro-Essenzen badet: Auf dem Album Eyes, Gleaming Through The Dark (Rillbar/Rillbar).

Wenn Tantriker ins Öl gehen (schon mal davon gehört?), fühlen sie sich pudelwohl. Ungefähr so wie Normalsterbliche beim Gedanken an karibisch warme Gewässer, die sanft sämtliche Extremitäten umströmen. Oder Exzentriker, die ihren heimischen Pool mit Mantarochen und Sepien bestücken, um ihre tägliche Körperpflege in angenehmer Gesellschaft zu verrichten. Derlei Assoziationen erweckt Eyes, Gleaming Through The Dark. Mit oftmals klassisch psychedelischem Touch, mit lässig lasziv gestrichenen Gitarren.

Den anfänglichen Verdacht einer sich auf synthetische Statik ausruhenden Angelegenheit, verwischt Shadow Ray mit jeder noch so beiläufig eingestreuten Wendung, die sich auf gar wundersame Weise durch die Architektur der Songs schlängelt. Die Stimme, wie aus einem fernen Innern hallend, kommentiert das Geschehen eher beiläufig. Und somit wie in einem völlig anderen Modus, als derjenige, in dem Eyes, Gleaming Through The Dark rezipiert werden sollte. Wenngleich es als nahezu unmöglich erscheint, sich diesem balsamischen Sog zu entziehen, bei nahezu jeder Gelegenheit.

Far Away:
youtube.com/watch?time1&v=KmEM-Nu6Zd0

shadowray.net
facebook.com/ShadowRayMusic

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